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Jagdgesetz

Der faule Apfel in der St. Galler Jagdverwaltung

Der Kanton St.Gallen erlässt die Regulation des Calfeisental-Wolfrudels, nachdem auf der Alp Garfarra im Weisstannental in den letzten vier Monaten mehr als acht Schafe gerissen worden sind.

Redaktion Wild beim Wild — 27. August 2023

Abschussbewilligung für drei Wolfswelpen

Der Kanton St. Gallen hat die Abschussbewilligung für drei der sechs Wolfswelpen des Calfeisental-Rudels erteilt.

Auf der Alp Gafarra im Weisstannental seien im laufenden Alpsommer über acht Schafe durch Wolfsangriffe gerissen worden oder mussten schwer verletzt getötet werden. Die Risse erfolgten, weil die Alp immer noch ungenügend mit Zäunen und Herdenschutzhunden geschützt ist. Von vollumfänglichem Herdenschutz auf der Alp Gafarra kann also keine Rede sein.

Wieso kann jeder Hanswurst und Heiri Schafe, Ziegen usw. in den Alpen parkieren und sich breit machen, wo eigentlich Wildtier-Territorium ist? Über 200’000 Schafe werden jährlich für ein paar Monate in die Berge gekarrt, was den Steuerzahler dutzende Millionen Franken an Subventionsbeiträgen kostet.

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Unschuldige Jungtiere statt Schadenstifter

Wieso soll einem Rudel die Scheu vor Menschen antrainiert werden, obwohl sie den Menschen gar nichts gemacht haben? Wölfe sind per se menschenscheu. Logischerweise müssten doch eigentlich die Herdenschutzmassnahmen auf den Prüfstand und nicht populistisch Wölfe gemeuchelt werden.

Es hat sich in der Literatur weltweit unter Fachleuten längst erwiesen, dass Abschüsse keinerlei «erzieherische» Wirkung auf Wölfe haben können. Wissenschaft geht anders! Solch dilettantisches Vorgehen ist doch näher bei der Wilderei als dem Sachverstand.

Wolf europaweit streng geschützt

Der Wolfsschutz soll in der Schweiz nicht gelockert werden. Das hat das Stimmvolk im Herbst 2020 beschlossen. Das zuständige Bundesamt für Umwelt (BAFU) scheint der Volkswille aber sowenig wie der Bundesrat zu kümmern.

Abteilungsleiter belügt Bevölkerung

Im Rahmen einer Tierschutzarbeit belügt der skrupellose Hobby-Jäger und Abteilungsleiter für Jagd in St. Gallen, Simon Meier, bewusst öffentlich die Bevölkerung und unterstellte dem Schweizer Tierschutz (STS), dass er schäbiges Verhalten seinesgleichen gutheisse.

Eine Lüge: Der Schweizer Tierschutz (STS) hat ein Positionspapier veröffentlicht, was von der Ausbildung und Einsatz von Jagdhunden in der Schweiz zu halten ist. Nämlich rein gar nichts (ausser der Nachsuche).

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Dossier Jagdverwaltung St. Gallen:

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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