Jagdgegner wird man nicht aus Langeweile, sondern aus Kenntnis dieser Tierquälerei.

Wildtier Nachrichten

Meinungen

Die Jagd dient lediglich der Schaffung und Erhaltung eines vom Menschen zurzeit gewünschten Zustands. Dieser Zustand kann für die Tierwelt und Artenvielfalt vor- oder nachteilig sein; zwingend „natürlich“ oder „notwendig“ ist er aus ökologischer Sicht nicht.

Es gibt berechtigte Zweifel, ob es ein effektives Mittel zur Bestandesregulation ist, Tiere mit Schusswaffen zu töten. Doch selbst wenn die Jagd effektiv wäre, wäre sie abzulehnen, denn sie ist mit der Vorstellung unvereinbar, dass Tierleben einen Eigenwert haben. Wir fänden es ja auch nicht in Ordnung, mit Schusswaffen auf Menschen zu schiessen, nur weil es zu viele Menschen gibt.

Wir haben beobachtet, dass Fuchsmütter dort, wo man die Tiere jagt, mehr Junge zur Welt bringen. Man könne zwar mit einem Abschuss punktuell eine Entlastung schaffen, doch in Kürze werden die freien Reviere wieder eingenommen. Die Natur reguliert das selbst.

Es macht keinen Sinn, Tiere aus Spass zu töten. Es ist in erster Linie ein ethisches Problem, weil ein Lebewesen ohne ersichtlichen Grund ausgelöscht wird.

JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich – auch in unserer Kulturlandschaft – von selber regulieren würden.

NetAP spricht sich klar gegen die Jagd aus. Befürwortern wie Gegnern empfehlen wir die Studie von Carlo Consiglio, Professor für Zoologie an der Universität Rom. Er ging der Frage nach, ob die Jagd zu rechtfertigen ist oder nicht. Seine Untersuchungen, die er in dem Buch „Vom Widersinn der Jagd“ vorstellt, sind wissenschaftlich abgesichert, sachlich vorgebracht und von zwingender Logik.