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Wasserkrise: Aufruf für nachhaltige Landwirtschaft

Coop will jetzt Gemüse aus Albanien importieren.

Redaktion Wild beim Wild — 14. März 2024
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Katalonien ruft Notstand aus

Jahrzehntelang hat Spanien seine Wasserressourcen übernutzt und versäumt, eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft aufzubauen.

Letzte Woche musste die Region Katalonien im Nordosten Spaniens wegen der anhaltenden Trockenheit den Notstand ausrufen. Die Stauseen, die sechs Millionen Menschen versorgen, unter ihnen die Einwohnerinnen und Einwohner von Barcelona, sind nur noch zu 16 % gefüllt.

Von heute auf morgen muss die Landwirtschaft nun die Bewässerung von Äckern um 80 % reduzieren und den Wasserverbrauch in der Nutztierhaltung um 50 %. In der Hauptstadt Barcelona geht bereits das Trinkwasser aus. Regnet es nicht umgehend, muss die Millionenstadt per Tankschiff mit Trinkwasser versorgt werden.

Pflanzliche Lebensmittel statt Futtermittel

Importe aus Albanien sollen jetzt ausfallende Importe aus Spanien ersetzen. Coop-Chef Philipp Wyss reist schon nächsten Monat nach Albanien, um dort Verträge mit Gemüseproduzenten abzuschliessen.

Mit der Initiative «Für eine sichere Ernährung» bleiben wir in der Schweiz und stärken «Miini Region». Auf den 60 % Ackerflächen, die heute für den Anbau von Futtermitteln genutzt werden, sollen dafür vermehrt Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide für uns Menschen wachsen. So können wir mehr als das 10-fache an Kalorien mit weniger Wasserverbrauch produzieren und einen Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 % anstreben, erklärt Franziska Herren.

Man bedenke: Der Futteranbau auf Ackerflächen ist die Hauptursache dafür, dass unsere Lebensmittelversorgung zu 50 % vom Ausland abhängig und bei fehlenden Importen nicht gesichert ist.

Subventionen begünstigen Tierhaltung

Heute fördert der Bund die Produktion und den Konsum von tierischen Lebensmitteln massiv mehr als von pflanzlichen, mit 2,3 Milliarden zu 0,5 Milliarden Franken. Das macht den Anbau von Futtermitteln auf unseren Ackerflächen für die Landwirtschaft lukrativer als den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln. So wird der Aufbau einer nachhaltigen, klimabewussten Land- und Ernährungswirtschaft und eine sichere Ernährung der Schweizer Bevölkerung verhindert.

Wie wir in den letzten Sommern erlebt haben, kann durch die Klimakrise auch im Wasserschloss Europas Trinkwasser und Wasser für die Produktion von Lebensmitteln durch Regen- und Schneemangel sehr schnell zur Mangelware werden. Doch in der Schweiz wissen heute weder Bund noch Kantone, wie viel Wasser verbraucht wird und wieviel Wasser nachhaltig zur Verfügung steht. Was für Strom und Verkehr selbstverständlich ist, fehlt für unsere Wasserversorgung: eine eidgenössische Strategie und Sachplanung.

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.

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