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Uganda: Löwenpopulation schrumpft dramatisch

In Uganda ist die Zahl der Löwen in den letzten 20 Jahren um 45 Prozent gesunken, wie das Ministerium für Tourismus und Wildtiere am 26.3.2024 mitteilte.

Redaktion Wild beim Wild — 27. März 2024

Vergeltungstötungen als Hauptursache

Die Zahl der Löwen sei von 493 auf 275 gesunken, was vor allem auf die zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Tieren in freier Wildbahn zurückzuführen sei, so das Ministerium.

«Die Zahl der Löwen ist aufgrund von Vergeltungstötungen, die aus Konflikten zwischen Mensch und Tier resultieren, stark zurückgegangen», erklärte Minister Tom Butime bei der Veröffentlichung eines nationalen Tourismusberichts.

«Die Zahl der Löwen ist von einem Höchststand von 493 im Jahr 2014 auf 275 Löwen im Jahr 2023 gesunken.»

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Erfreut zeigte sich Butime jedoch darüber, dass die Zahl einiger anderer Tierarten gestiegen ist, darunter Gorillas, von 302 in den frühen 2000er Jahren auf 459 im Jahr 2022.

Vergiftungen und Wilderei

Das ostafrikanische Land Uganda ist bekannt dafür, dass es über eine der grössten Artenvielfalt der Welt verfügt.

Die meisten Löwen (224) leben im Park an den Murchison-Fällen, während die Zahl im Queen-Elizabeth-Nationalpark, wo die Löwen für ihre Fähigkeit, auf Bäume zu klettern, bekannt sind, auf 39 gesunken ist.

Dieser Rückgang folgt auf mehrere offensichtliche Vergiftungsfälle: neun im Jahr 2022, sechs im Jahr 2021 und 11 im Jahr 2018.

Doch die Ermittlungen, wer dafür verantwortlich ist, verdächtigt werden sowohl Viehzüchter, die die Angriffe auf ihre Tiere eindämmen wollen, als auch Wilderer, sind im Sand verlaufen.

Im Jahr 2021 wurden vier Wilderer verhaftet, als vier Löwenköpfe und Körperteile zusammen mit Flaschen mit giftigen Substanzen, Speeren, einer Machete und einem Jagdnetz entdeckt wurden.

Elefantenpopulation vervierfacht

In einem Bericht vom letzten Jahr warnte die Regierung vor der Bedrohung von Löwen und Schimpansen. Im Gegensatz dazu hat sich die Elefantenpopulation Ugandas in den letzten vier Jahrzehnten auf 7’975 Tiere fast vervierfacht.

In dieser Zeit hat sich die Zahl der Giraffen auf 2’072 versechsfacht und die Zahl der Büffel hat sich auf über 44’000 fast verdoppelt.

Die Nationalparks sind ein wichtiger Motor für den Tourismus in Uganda, der nach Angaben des Finanzministeriums 7,6 Prozent des BIP ausmacht.

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