Hobby-Jagd ist eine Bankrotterklärung
Es gibt eine Menge anderer Dinge, die man tun kann als die Jagd, um Tiere und Natur zu schützen.
Beutegreifer haben nie Beutetiere ausgerottet
Das Verhältnis von Beutegreifern und ihren Beutetieren hat sich seit Urzeiten natülicherweise eingespielt und bewährt. Es ist noch kein Fall dokumentiert, in dem Beutegreifer Beutetiere ausgerottet hätten. Ursache für die Gefährdung oder gar das Erlöschen von Populationen waren nie unsere einheimischen Beutegreifer wie Füchse, Marder, Wölfe, Bären, Luchs oder Greifvögel, sondern immer die Eingriffe der Hobby-Jäger in die Habitate der Arten.
Die Hobby-Jagd hat eine lange Tradition der Misshandlung und Schädigung unserer Kulturlandschaft. Die Jagdstatistiken sprechen eine deutliche Sprache. Jagd bedeutet meistens nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle.
Hobby-Jäger hinterlassen und verursachen alljährlich Schäden in Millionenhöhe für die Land- und Forstwirtschaft. Die Forderung vieler Tier- und Naturschutzverbände nach einem generellen Jagdverbot für Hobby-Jäger und der Ruf nach einem professionellen Wildtiermanagement entsprechen dem Zeitgeist.
Hobby-Jäger denken eines, sagen etwas anderes und tun das Falsche
Die Massstäbe im Jagdrecht sind seit Jahrzehnten ungenügend und tierquälerisch. Sterilisation ist zum Beispiel auch eine effektive und nachhaltige Lösung bei einer tatsächlichen Überpopulation. In den USA werden über eine Impfung zur Geburtenkontrolle in bestimmten Gebieten die Reh- und Hirschbestände durch Tierschützer geregelt. In Europa die Wildschweine und sogar in Afrika bei den grossen Wildtieren in der Wildnis wird die Immunokontrazeption eingesetzt.
Die Jagd hat versagt. Seit Jahrzehnten versuchen Hobby-Jäger die Wildtierpopulation zu regulieren, was ihnen bis heute auf eine zivilisierte Art und Weise nicht gelungen ist. Wildtiere haben unter dem Joch der Hobby-Jäger praktisch kein Recht auf eine natürliche Sterblichkeit oder Genesung von Krankheit.
Hobby-Jägerinnen und -Jäger sind verantwortlich für die vielen Wildunfälle. Reh und Hirsch sind normalerweise tagaktive Tiere. Erst durch den Jagddruck werden Wildtiere in die Wälder hineingetrieben, um sich zu verstecken, wo sie weniger Nahrung finden und es auch deshalb zu Verbissschäden kommt.
Abschaffung der Hobby-Jagd ohne negative Auswirkungen
Eine Abschaffung der Hobby-Jagd hätte keine negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Artenvielfalt, das Seuchengeschehen oder die Finanzhaushalte. Vielmehr würde der unglaublichen Tierquälerei durch die Hobby-Jägerschaft ein Riegel vorgeschoben werden. Die Artenvielfalt und Biodiversität würden sich gemäss renommierten Wissenschaftlern und anhand von Fallbeispielen ohne die Jagd wesentlich besser entwickeln.
Die zusätzliche Belastung durch die unzähligen Tonnen Munition, welche die Hobby-Jäger in der Natur zurücklassen, ist reiner Ökoterror. Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es wirkt sich beim Menschen höchst negativ auf den Blutkreislauf aus und kann akute oder chronische Vergiftungen hervorrufen.
Die Natur und unser Lebensraum können nicht einfach sinnlos bekriegt, verschandelt und konsumiert werden. Flora und Fauna sollten den Menschen und Tieren als friedlicher Erholungs- und Lebensraum des Zusammenlebens zurückgegeben werden. Das Genfer Modell zeigt seit 1974, dass dies möglich ist.
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