UN warnt: Planet am Rande des Abgrunds
Die zahlreichen Hitzerekorde zeigten einen "Planeten am Rande des Abgrunds", warnte UN-Generalsekretär António Guterres: "Die Erde sendet einen Hilferuf."
Wärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat ihren Bericht zur Lage des Weltklimas 2023 veröffentlicht.
WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo sprach dabei mit Blick auf die höchsten Temperaturen seit Aufzeichnungsbeginn und immer häufigere Extremwetterereignisse von «Alarmstufe Rot». Laut WMO war die global gemittelte Durchschnittstemperatur 2023 1,45 Grad höher im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung.
Meeresspiegel und Gletscherschmelze
Der global durchschnittliche Meeresspiegel sei im vergangenen Jahr so hoch gewesen wie nie seit Beginn der Satellitenmessungen 1993. In den vergangenen zehn Jahren sei der Meeresspiegel doppelt so schnell gestiegen wie in den ersten zehn Jahren seit Beginn der Satellitenmessungen. Ursachen seien sowohl die Schmelze von Gletschern und Meereis als auch die thermische Ausdehnung des wärmeren Wassers.
«Der erschreckende Bericht der WMO macht deutlich, dass wir die Erde und damit unsere eigene Lebensgrundlage in wahnwitzigem Tempo zerstören. Die globale Tierwirtschaft ist zu grossen Teilen verantwortlich für die Klimakatastrophe und andere Faktoren der Umweltzerstörung, wie etwa die Rodung von Waldflächen und dem rasanten Verlust der Artenvielfalt. Für bis zu 20 Prozent aller weltweit ausgestossenen Treibhausgase ist die Tierwirtschaft verantwortlich. Das ist mehr, als der gesamte Verkehrssektor verursacht, inklusive aller Autos, Flugzeuge, LKWs und Schiffe auf der ganzen Welt. Es ist wichtig, dass wir andere Faktoren wie die Nutzung fossiler Brennstoffe nicht ausser Acht lassen. Allerdings können wir das Ruder nur herumreissen, wenn wir das Essen von Tieren und tierischen Produkten endlich überdenken. Wir essen unseren Kindern buchstäblich die Zukunft weg! Deshalb müssen wir uns global hin zum veganen Ökolandbau bewegen. Denn pflanzliche Lebensmittel haben im Vergleich zu tierischen Produkten eine deutlich bessere Klimabilanz und können weitaus umweltschonender produziert werden. Jeder vegan lebende Mensch trägt dazu bei, dass weniger Treibhausgase produziert werden. Wir müssen die Chance gemeinsam ergreifen, bevor es zu spät ist. Damit wir, unsere Nachkommen und alle fühlenden Lebewesen weiterhin auf eine lebenswerte Zukunft hoffen dürfen.»
Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin bei PETA Deutschland
Negativ-Rekord beim Meereis
Im Laufe des Jahres hätten 90 Prozent der Ozeanregionen eine Hitzewelle erlebt, so die WMO weiter. Zudem hätten die Gletscher mehr Eis verloren als in jedem anderen Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1950, vorwiegend in Nordamerika und Europa. Auch die Ausdehnung des antarktischen Meereises hat einen Negativ-Rekord erreicht. Die maximale Ausdehnung sei eine Million Quadratkilometer kleiner gewesen als beim vorherigen Negativ-Rekord: Das entspricht einer Fläche etwa so gross wie Deutschland und Frankreich zusammen.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |
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