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Nur ein Drittel befürwortet präventiven Wolfsabschuss

Seit dem 1. Dezember 2023 ist in der Schweiz der präventive Abschuss ganzer Wolfsrudel gesetzlich erlaubt. Gegen einen Teil der daraus resultierenden Abschussverfügungen wurden von verschiedenen Umweltverbänden und Organisationen Beschwerden eingereicht. Eine YouGov-Umfrage untersucht die Stimmung in der Bevölkerung.

Redaktion Wild beim Wild — 16. März 2024

46 % lehnen präventiven Abschuss ab

In der Schweizer Bevölkerung wird der Entscheid des SVP-Bundesrates Albert Rösti nur von einer Minderheit gutgeheissen: 33 % der Schweizer befürworten den präventiven Abschuss, 46 % lehnen ihn ab. Die Restlichen % sind unschlüssig.

Die Zustimmung ist bei den älteren Befragten signifikant höher als bei den jüngeren. So befürwortet die Hälfte der 60- bis 79-Jährigen (49 %) den präventiven Abschuss von Wölfen, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 20 %.

Fehlende natürliche Feinde als Hauptgrund der Befürworter

Als Hauptgrund für den Abschuss nennen die Befürworter, dass der Wolf keine natürlichen Feinde habe und daher eine Rudelregulierung durch den Menschen notwendig sei (55 %). 38 % sagen, dass durch den Abschuss Leid von Nutztieren abgewendet werden kann. 36 % sehen die Existenzgrundlage der Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter durch den Wolf gefährdet.

Diejenigen, die den Präventionsabschuss ablehnen, geben als Hauptgrund an, dass ein Abschuss nicht notwendig sei, um den Schutz der Nutztiere zu verbessern (48 %). 31 % sind der Meinung, dass es keinen Sinn macht, den Wolf anzusiedeln und ihn dann präventiv zu töten. 26 % sagen, der Wolf sei wichtig für die Biodiversität.

Zwei Drittel der Bevölkerung nehmen das Thema mindestens mehrmals pro Monat in den Medien wahr.

Jeder Dritte hält die Ansiedlung des Wolfes für wichtig

Die Ansiedlung / Einwanderung des Wolfes in die Schweiz wird von 32 % aller befragten Schweizerinnen und Schweizer als wichtig bis sehr wichtig erachtet. Demgegenüber wird die Ansiedlung des Steinbocks als wichtiger eingeschätzt (76 %). Im Mittelfeld liegen der Bartgeier (56 %) sowie Biber und Luchs (je 47 %).

Dies sind die Ergebnisse einer YouGov-Umfrage, für die zwischen dem 23. und 26. Februar 1’260 Personen in der Schweiz mittels standardisierter Online-Interviews aus dem aktiv rekrutierten und verifizierten Schweizer Panel befragt wurden. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Schweizer Bevölkerung ab 18 Jahren.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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