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In der Schweiz verlieren jedes Jahr durchschnittlich 184 Menschen beim Sport ihr Leben. In 58 dieser Fälle ist das Opfer eine Touristin oder ein Tourist. Den prozentual höchsten Anteil an ausländischen Getöteten verzeichnet das Basejumping, bei dem mehr als drei Viertel der Todesopfer Touristen sind. Besorgniserregend ist die Statistik über Jagdunfälle in der Schweiz.

Das Amt für Wasser und Energie des Kantons St. Gallen hat die Wasserqualität von fünf Bächen während mehrerer Monate untersucht und zieht eine besorgniserregende Bilanz: Die Qualitätskriterien für problematische Stoffe wurde über fast den ganzen Zeitraum der Messkampagne von April bis Oktober 2018 überschritten. Unter Qualitätskriterien versteht man Schwellenwerte, ab denen Stoffe für Organismen akute oder bei längerem Kontakt chronische Schäden auslösen.    

Dachse im Siedlungsraum, das hielt man bisher für ein Relikt der Ausdehnung von Städten: Die Dachse waren schon vorher da, als die Regionen noch ländlich waren, und blieben, während um sie herum die Siedlung wuchs. Deshalb traf man sie hauptsächlich am Stadtrand an. Allerdings zeigt eine neue Studie der Forschungsgemeinschaft Swild, dass sich Dachse offenbar vermehrt in die Stadtzentren vorwagen.

Indemini – Fensterläden an der Ostseite eines Bienenhäuschens sind von Schüssen durchbohrt worden. Der Zwischenfall ereignete sich nahe von beliebten Spazierwegen.

Aufregung im südlichen Teil des beschaulichen Lörwalds unweit der Grenze zwischen den Gemeinden Jonschwil und Uzwil. In der Zeit zwischen dem 21. und dem 29. Dezember ist ein Bienenstand mit lauter Carnica-Bienen am Waldrand beschossen worden, wie die Kantonspolizei St. Gallen eine Anfrage der «Wiler Zeitung» bestätigte. Die Projektile, welche von der Polizei vor Ort gefunden wurden, durchschlugen unter anderem die an der Ostseite des Hauses angebrachten Fensterläden.

Der Fall ist darum brisant, weil sich in unmittelbarer Nähe des Bienenhauses Spazierwege und Trampelpfade befinden, welche auch bei Hundehaltern beliebte Strecken sind. Über das lange Silvester-Wochenende hat sich der Fall nun geklärt – gütlich. Wie sich herausgestellt hat, drangen die Schüsse irrtümlicherweise und unbeabsichtigt in das Bienenhäuschen ein. Schütze war ein Hobby-Jäger, der sich gerade auf Fuchsjagd befand, schreibt die Wiler Zeitung.

Am 13. Juli hat ein Ornithologe im St. Galler Linthgebiet ein wolfähnliches Tier fotografiert, das er nicht kannte. Es stellte sich heraus, dass es ein Goldschakal war. Das scheue Tier wurde in der Schweiz erstmals 2011 nachgewiesen.

Das entdeckte Tier gleiche in Körperhaltung und Färbung dem Wolf, sei aber kleiner und zeige die typischen Merkmale eines Goldschakals, teilte die St. Galler Staatskanzlei am 18.7.2017 mit. Es handelt sich dabei um die erste fotografisch dokumentierte Beobachtung dieser Tierart im Kanton St.Gallen.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat die zwei Konzepte Wolf und Luchs veröffentlicht.

Die wichtigste Neuerung ist eine Tabelle zur Einschätzung des Verhaltens von Wölfen, um Abschüsse zu rechtfertigen. Pro Natura und der WWF Schweiz kritisieren den übertriebenen Fokus auf Gefährlichkeit und Schäden. Zielführender wären mehr Information und konsequente Konfliktvermeidung.

Es ist richtig, dass sich Behörden mit den Risiken im Umgang mit Wildtieren auseinandersetzen. Das am 19.1.2016 vom BAFU präsentierte Konzept Wolf fokussiert jedoch einseitig auf mögliche Gefahren und kaum auf eine konfliktarme Nachbarschaft mit dem Wolf. Das BAFU offenbart mit der neuen Einschätztabelle zum Verhalten von Wölfen eine problemorientierte Grundhaltung. «Das Konzept Wolf bewirkt, dass natürliches Wolfsverhalten unnötig und vorschnell als «gefährlich» interpretiert wird», sagt Gabor von Bethlenfalvy, Grossraubtier-Verantwortlicher des WWF Schweiz. Das erschwert einen sachbezogenen Umgang mit dem Wolf. Zu stark wird immer noch auf Abschüsse gesetzt, um vermeintliche Probleme zu lösen. Dies haben die kürzlich erteilten Abschussbewilligungen der Kantone St. Gallen und Graubünden, welche auf der Einschätztabelle basieren, bereits gezeigt.

Zentrale Elemente werden im Konzept vernachlässigt. Dazu gehört zum Beispiel ein klarer Qualitätsanspruch an die Protokollierung von Wolf-Mensch-Begegnungen, um solche Ereignisse seriös nachvollziehen und vergleichen zu können. Ebenso wird ungenügend auf die Beseitigung von Futterquellen in Siedlungen und deren Nähe eingegangen. Es ist zynisch, Wölfen verlorene Scheu vorzuwerfen, wenn sie mit Siedlungs- oder Schlachtabfällen angelockt werden.

Das Gefahrenpotenzial des Wolfs für den Menschen wird mit der vom BAFU vorgelegten Einschätztabelle übertrieben. In der Schweiz gab und gibt es keine Anzeichen für aggressives Verhalten. «Es gibt keinen Grund, das bei den Schweizer Wölfen beobachtete Verhalten zu dramatisieren. Dieses ist vielleicht in einzelnen Fällen unerwünscht, aber nicht gefährlich», sagt Mirjam Ballmer, Grossraubtier-Verantwortliche bei Pro Natura.

Wölfe und Luchse: gut für Wald und Wild

Die revidierten Konzepte Wolf und Luchs sind aus Sicht von Pro Natura und WWF Schweiz weiterhin von einem veralteten Schadensgedanken geprägt. Luchs und Wolf sind als rückkehrende, einheimische Beutegreifer eine wichtige Bereicherung der Natur. Wölfe sind beispielsweise wertvolle Gesundheitspolizisten für den Wildbestand. Forstfachleute unterstreichen auch den positiven Einfluss von Wolf und Luchs auf die nötige Waldverjüngung. «Diesen erwünschten und positiven Aspekten tragen sowohl das Luchs- als auch das Wolfskonzept zu wenig Rechnung», bedauert Mirjam Ballmer, Pro Natura Grossraubtier-Verantwortliche.