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Wolfsabschüsse Schweiz 2026/27: Der Zähler nach Kantonen und Rudeln

Keine Behörde führt eine schweizweite Übersicht der vollzogenen Wolfsabschüsse. Dieser Zähler führt die amtlichen Angaben der Kantone zusammen und wird laufend nachgeführt.

Redaktion Wild beim Wild · 8. Oktober 2026
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«Im Rudel»

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In der laufenden Wolfsregulierung sind seit dem 1. September 2026 mindestens 26 Wölfe getötet worden. Eine schweizweite Übersicht der vollzogenen Abschüsse veröffentlicht keine Behörde. Dieser Zähler führt deshalb die amtlichen Angaben der Kantone zusammen und wird laufend nachgeführt. Stand: 8. Oktober 2026.

Stand 8. Oktober 2026: mindestens 26 Abschüsse

KantonPräventive AbschüsseRudelQuellenstand
Graubünden17Seta 4, Calanda2 3, Stagias 2, Moesola 2, Agnas 2, Combul 2, Calderas 1, Jatzhorn 1AJF-Monitoringbericht, Stand 30.9.2026
St. Gallen5Schilt 5 (Regulation abgeschlossen)ANJF-Mitteilung vom 21.9.2026
Wallis2Augstbord 2Tabelle des Kantons, abgerufen am 8.10.2026
Tessin1Camoghè 1Ufficio della caccia e della pesca, gemeldet am 2.10.2026
Schwyz1Chöpfenberg 1AWN-Mitteilung vom 21.9.2026
Glarus0 bestätigtKärpf (freigegeben)amtliche Quellen geprüft am 8.10.2026
Neuenburg0 bestätigtVallée de la Brévine, Jougne-Suchet (freigegeben)Kanton, Stand 25.8.2026
Totalmindestens 26

Die drei Abschüsse im kantonsübergreifenden Rudel Calanda2 sind bei Graubünden gezählt. Für Glarus nennt eine Übersicht von SRF vom 7. Oktober einen Abschuss, den die ausgewerteten amtlichen Quellen nicht bestätigen. Er ist nicht mitgezählt.

Reaktive Einzelabschüsse

Nicht im Total enthalten ist ein reaktiver Einzelabschuss: Am 5. September 2026 wurde im Wallis in Vérossaz eine erwachsene Wölfin getötet.

Freigaben des Bundes: 37 Rudel

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat laut seiner Übersicht vom 4. Oktober 2026 39 Zustimmungen zu präventiven Regulierungen erteilt. Sie betreffen 37 verschiedene Rudel in sieben Kantonen. Bei vier Rudeln ist die vollständige Entnahme bewilligt, ein weiteres Gesuch ist hängig. Wie sich die Freigaben verteilen und wie wir sie einordnen, steht in der Zwischenbilanz nach fünf Wochen.

Zum Vergleich: die Periode 2025/26

Für die Vorperiode weist der Bericht des BAFU 77 Regulierungsabschüsse aus: 76 im Rahmen der präventiven und einen im Rahmen der reaktiven Regulierung.

So zählen wir

  • Gezählt werden präventive Regulierungsabschüsse seit dem 1. September 2026, die Bund oder Kantone selbst veröffentlicht haben: in Monitoringberichten, Medienmitteilungen und Tabellen.
  • Medienberichte zählen nur, wenn sie Angaben der Ämter wiedergeben.
  • Reaktive Einzelabschüsse sind separat ausgewiesen.
  • Kantonsübergreifende Rudel werden nur einmal gezählt.
  • Die Kantone publizieren mit unterschiedlichen Stichtagen. Nicht veröffentlichte Abschüsse fehlen, die tatsächliche Zahl kann deshalb höher liegen.

Die Regulierungsperiode dauert bis zum 31. Januar 2027.

Nachführung

  • 8. Oktober 2026: Zähler eröffnet. 26 präventive Abschüsse (Graubünden 17, St. Gallen 5, Wallis 2, Tessin 1, Schwyz 1) und 1 reaktiver Einzelabschuss (Wallis).

Einzelne Vorfälle dokumentieren unsere Live-Ticker für Graubünden, das Tessin und das Wallis. Hintergründe, Zahlen und Studien bündelt das Dossier «Wolf in der Schweiz».

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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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