Fünf Wochen Wolfsregulierung 2026: Mindestens 26 Wölfe getötet
Bund und Kantone geben Abschüsse in 37 Wolfsrudeln frei, eine schweizweite Übersicht der vollzogenen Abschüsse führt keine Behörde. Die kantonale Zwischenbilanz nach fünf Wochen.
«Vier Welpen»
Seit dem 1. September läuft in der Schweiz die vierte präventive Wolfsregulierung. Nach fünf Wochen sind mindestens 26 Abschüsse im Rahmen dieser Regulierung nach amtlichen Angaben dokumentiert. Hinzu kommt ein reaktiver Einzelabschuss im Wallis. Freigaben hat das BAFU bereits für 37 Rudel erteilt. Eine Gesamtbilanz veröffentlicht keine Behörde, deshalb hat IG Wild beim Wild die publizierten Angaben der Kantone zusammengetragen. Stand: 8. Oktober 2026.
Wie viele Wölfe seit Beginn der Regulierungsperiode getötet worden sind, beantwortet keine Behörde an einem Ort. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gibt die Abschüsse frei und listet seine Zustimmungen, führt aber keine öffentliche Übersicht darüber, wie viele Tiere danach tatsächlich sterben. Die Stiftung KORA zeigt ihre Monitoringdaten öffentlich mit drei Monaten Verzögerung. Wer es wissen will, muss die Zahlen aus Monatsberichten, Medienmitteilungen und Tabellen der sieben Kantone mit Freigaben zusammensuchen, in drei Sprachen und mit unterschiedlichen Stichtagen. Manche Abschüsse stehen nur in einer Tabelle, ohne jede Mitteilung.
Für ein staatliches Programm, bei dem eine geschützte Art getötet wird, ist das nicht zeitgemäss. Die Abschüsse werden von Bund und Kantonen bewilligt und von Wildhut und beauftragten Hobby-Jägern ausgeführt. Die Herdenschutzkosten trägt der Bund seit Januar 2026 wieder zu 80 Prozent, das Tessin hat für die Wolfsjagd seiner Hobby-Jäger ein Kostendach von 250’000 Franken festgelegt. Steuerzahlende und Fachstellen dürften erwarten, dass ein solches Programm zentral, laufend und vollständig dokumentiert wird. Dass Graubünden das mit einem monatlichen Bericht pro Rudel kann, zeigt, dass es möglich wäre.
Bei den Freigaben arbeitet der Bund schnell. Das Glarner Gesuch vom 14. September bewilligte das BAFU nach neun Tagen, und seine Zustimmungen veröffentlicht es laufend auf seiner Website. Ebenso schnell geht der Vollzug: Beim Bündner Rudel Combul vergingen vom ersten Nachweis der Fortpflanzung bis zu zwei toten Wölfen elf Tage (siehe unten). Eine vergleichbar aktuelle, schweizweite Übersicht der vollzogenen Abschüsse fehlt dagegen. Dass der Bund das Töten innert Tagen freigibt, die Abschüsse aber nicht ebenso zeitnah dokumentiert, ist aus Sicht der IG Wild beim Wild dilettantisch.
Dokumentierte präventive Abschüsse seit 1. September 2026
| Kanton | Dokumentierte Abschüsse | Freigabe | Letzter Quellenstand |
|---|---|---|---|
| Graubünden | 17 | rund 61 Wölfe, davon zwei ganze Rudel | AJF-Monitoringbericht, Stand 30.9. |
| St. Gallen | 5 | 5 von 8 Jungwölfen im Schilt-Rudel, abgeschlossen | ANJF-Mitteilung 21.9. |
| Wallis | 2 | zwei ganze Rudel, zwei Teilregulierungen | kantonale Tabelle, abgerufen 8.10. |
| Tessin | 1 | bis zwei Drittel der Welpen in 9 Rudeln | Ufficio caccia e pesca, 2.10. |
| Schwyz | 1 | laut Kanton «ein Viertel der bewilligten Quote» | AWN-Mitteilung 21.9. |
| Glarus | kein präventiver Abschuss in den ausgewerteten amtlichen Quellen bestätigt; abweichende Medienangabe (SRF, 7.10.) ungeklärt | Teilregulierung Kärpf (BAFU 23.9.) | Prüfung kantonaler und Bundesquellen am 8.10. |
| Neuenburg | kein präventiver Abschuss in den ausgewerteten amtlichen Quellen bestätigt | Brévine und Jougne-Suchet, je Teil plus ein Elterntier | Kanton, 25.8.; Keystone-ATS, 3.9. |
| Bern, Waadt, Uri, Obwalden | keine präventive Regulierung beantragt | BAFU-Übersicht, abgerufen 8.10. | |
| Total | mindestens 26 |
Nicht in der Tabelle enthalten ist ein reaktiver Einzelabschuss: Am 5. September wurde im Wallis in Vérossaz eine erwachsene Wölfin getötet. Die drei Abschüsse im kantonsübergreifenden Rudel Calanda2 werden ausschliesslich in der Bündner Zahl erfasst. Die St. Galler Zahl umfasst die fünf Abschüsse im Schilt-Rudel.
Mehr Freigaben als in der ganzen Vorperiode
Laut der BAFU-Übersicht (Fassung mit Vermerk «Veröffentlicht am 4. Oktober 2026», abgerufen und archiviert am 8. Oktober) hat das Bundesamt 39 Zustimmungen zu präventiven Regulierungen erteilt. Sie betreffen 37 verschiedene Rudel. Die Differenz entsteht zum einen durch das grenzüberschreitende Rudel Calanda, das bei Graubünden und bei St. Gallen aufgeführt ist. Zum anderen erhielt das Bündner Giarsinom-Rudel zuerst eine Teilregulierung und später die Zustimmung zur vollständigen Entnahme. Kantonsübergreifende Rudel zählen wir nur einmal. Die Zustimmung für Nanz vom 29. September bestätigt zusätzlich der Kanton Wallis in seiner Mitteilung vom 30. September.
Nach Kantonen verteilt:
- Graubünden: 19 Rudel
- Tessin: 9 Rudel
- Wallis: 4 Rudel
- St. Gallen: 2 Rudel, davon Calanda auch bei Graubünden aufgeführt
- Neuenburg: 2 Rudel
- Schwyz und Glarus: je 1 Rudel
Bei vier Rudeln ist die vollständige Entnahme bewilligt: Calderas im Surses und Giarsinom im Unterengadin (beide GR), Augstbord (23. September) und Nanz (29. September, beide VS). Ein fünftes Gesuch, Vallon de Réchy im Wallis, ist hängig.
In der gesamten Periode 2025/26 hatte das BAFU laut seinem Bericht 30 Regulierungen bewilligt: 21 präventive Teilregulierungen, 8 vollständige Rudelentnahmen und eine reaktive Teilregulierung. Nach fünf Wochen liegen damit bereits mehr Zustimmungen vor als in der ganzen Vorperiode.
Graubünden: 17 Abschüsse in einem Monat
Am weitesten fortgeschritten ist Graubünden. Laut dem Monitoringbericht des Amts für Jagd und Fischerei (AJF) mit Stand 30. September wurden im ersten Monat 17 Wölfe getötet:
- Seta: 4 Wölfe, Regulation abgeschlossen
- Calanda2 (grenzüberschreitend): 3 Wölfe
- Stagias: 2 Wölfe, Regulation abgeschlossen
- Moesola: 2 Wölfe, Regulation abgeschlossen
- Agnas: 2 Wölfe
- Combul: 2 Wölfe
- Calderas: 1 Wolf
- Jatzhorn: 1 Wolf
Laut AJF gegenüber SRF erlegte die Wildhut 10 dieser Wölfe, 7 schossen Hobby-Jäger. Es handelt sich um erfahrene Patentjäger, die der Kanton mit besonderer Bewilligung für die Wolfsregulierung einsetzt. Diese Abschüsse erfolgen nicht im Rahmen der gewöhnlichen Hobby-Jagd.
Bis Ende Januar will der Kanton rund 61 Wölfe töten, im Vorjahr waren es 48. Arno Puorger, beim AJF für die Beutegreifer zuständig, sagte gegenüber SRF: «Aktuell leben in Graubünden so viele Wölfe wie seit rund 150 Jahren nicht mehr.» Das AJF führt 19 Rudel und mindestens 88 Welpen. Darunter sind auch Rudel, die sich in Gebieten früherer Abschüsse neu gebildet haben. Wie wir diese Entwicklung einordnen, steht in «Graubünden meldet drei neue Rudel».
Kaum bestätigt, schon reguliert
Wie schnell die Abschüsse inzwischen auf den ersten Nachweis folgen, zeigt das Rudel Combul im Puschlav:
- Am 11. September ist laut AJF die Fortpflanzung erstmals bestätigt.
- Am 14. September folgt die Abschussverfügung für vier Jungtiere.
- Am 22. September sind zwei Wölfe getötet.
Vom ersten amtlichen Nachweis bis zu den ersten Abschüssen vergingen elf Tage.
In der BAFU-Übersicht erscheint der Name Combul nicht, dort ist im Puschlav das Rudel Brusio aufgeführt. Wie die beiden Bezeichnungen zusammenhängen, erläutern die Ämter nicht.
Ähnlich im Tessin: Das BAFU stimmte der Tötung von bis zu zwei Dritteln der Welpen des neuen Camoghè-Rudels am 21. September zu, öffentlich machte der Kanton das Rudel am 24. September. Am 2. Oktober meldete das Amt den ersten toten Jungwolf aus dem Valle Morobbia.
Risse: Rückgang übers Jahr, Höchstwert im September
Die Kantone begründen die Abschüsse überall ähnlich: Sie sollen künftige Schäden an Nutztieren verhindern und die Wölfe scheu halten. Die amtlichen Rissstatistiken zeigen ein uneinheitliches Bild.
In Graubünden registrierte das AJF bis Ende September 2026 122 gerissene Schafe und Ziegen. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 186, also rund ein Drittel weniger, und das bei mehr Rudeln. Auffällig ist der September: Im ersten Monat der Regulation zählte das Amt 47 gerissene Schafe und Ziegen, so viele wie in keinem anderen Monat des Jahres. Im September 2025 waren es 14. Die September-Risszahl liegt damit trotz laufender Regulierung deutlich über dem Vorjahreswert. Ob und wie die Abschüsse das Rissgeschehen beeinflusst haben, lässt sich aus diesem Monatsvergleich nicht bestimmen.
In den kleineren Kantonen stehen die Freigaben teilweise wenigen dokumentierten Schäden gegenüber:
- St. Gallen begründet die Regulation des Schilt-Rudels mit Rissen in fachgerecht geschützten Situationen «im letzten Jahr». Für 2026 meldete der Kanton bis Anfang August zwei Übergriffe mit je einem gerissenen Schaf, «nochmals weniger als im Vorjahr». Alle fünf freigegebenen Jungwölfe wurden kurz nach der Verfügung getötet.
- Glarus erhielt für das Kärpf-Rudel eine Teilregulierung, obwohl das Rudel höchstens zwei Welpen hat. Bis Mitte September wurde im Kanton 2026 laut Kantonsangaben ein einziges Nutztier gerissen, eine ungenügend geschützte Ziege.
- Tessin: Laut der kantonalen Rissstatistik vom 28. September wurden 117 Nutztiere getötet oder tödlich verletzt. Davon waren 6 angemessen geschützt, 45 nicht angemessen geschützt und 13 nicht angemessen geschützt wegen höherer Gewalt. 52 Tiere wurden in Situationen gerissen, in denen Schutz als nicht zumutbar gilt. Für ein Tier weist die Grafik keine beschriftete Kategorie aus.
- Schwyz: Die DNA-Analyse ordnete Risse vom August den Wölfen M107 und M586 zu. Wie wir berichtet haben, fehlte bei drei von vier Rissereignissen der Grundschutz. Die Regulation des Chöpfenberg-Rudels im Wägital läuft, ein erster Jungwolf ist laut Kanton getötet.
Die rückläufigen Risszahlen sprechen gegen eine einfache Gleichsetzung von mehr Wölfen mit mehr Schäden. Welche Anteile Herdenschutz, Abschüsse und weitere Faktoren am Rückgang haben, lässt sich aus den kantonalen Summen allein nicht bestimmen. Unsere Auswertung des Alpsommers geht dieser Frage genauer nach: Halbzeit im Alpsommer: Wolfsrisse halbieren sich.
Auch das BAFU beschreibt seit dem Höchststand 2022 rückläufige Schäden. Es weist allerdings darauf hin, dass seine Entschädigungsstatistik ab 2025 wegen geänderter Bedingungen nicht direkt mit früheren Jahren vergleichbar ist.
Wer schiesst
Die Regulierung ist keine reine Aufgabe der Wildhut mehr:
- Graubünden: 7 der 17 Abschüsse gehen auf speziell autorisierte Hobby-Jäger.
- St. Gallen: Im Schilt-Rudel waren neben der Wildhut «spezifisch ausgebildete Jagdrevierpächterinnen und -pächter» berechtigt.
- Wallis: Hier schiesst das Dispositiv «WH+», zu dem neben Berufs- und Hilfswildhütern eine «Unterstützungsgruppe Jagd» gehört.
- Tessin: Hobby-Jäger im kantonalen «Gruppo Controllo Lupi» erhalten laut «Corriere del Ticino» 500 Franken für jeden Abschuss, sofern die Einsatzregeln eingehalten werden. Die Zeitung stützt sich auf die Vorlage des Staatsrats vom Mai. Dazu kommen eine Pauschale von 300 Franken und 30 Franken pro Stunde, bei einem Kostendach von 250’000 Franken. Ob für den Abschuss im Camoghè-Rudel eine Prämie ausbezahlt wurde, hat der Kanton nicht publiziert. Mehr dazu: 500 Franken pro Wolf: Das Tessin zahlt eine Prämie für jeden Wolfsabschuss.
Was die Ämter nicht veröffentlichen
Die Transparenz unterscheidet sich von Kanton zu Kanton stark. Graubünden publiziert monatlich einen Bericht mit jedem einzelnen Abschuss, St. Gallen und Schwyz informieren per Mitteilung. Das Wallis dagegen kündigt jede neue Bewilligung öffentlich an, die Abschüsse selbst stehen nur in einer Tabelle.
So erfährt man einzig aus der Tabelle «Todesursachen von Wölfen im Wallis», dass am 26. September im Augstbord zwei erwachsene Wölfe getötet wurden. Das war zwei Tage nach Inkrafttreten der Verfügung zur vollständigen Entnahme. Laut derselben Tabelle wurden im Rudelperimeter Augstbord seit Dezember 2023 im Rahmen der präventiven Regulierung 21 Wölfe getötet. Vier dieser Abschüsse sind ausdrücklich Patentjägern zugeordnet. Die übrigen erfolgten durch das Dispositiv «WH+», dem neben Berufs- und Hilfswildhütern auch eine Unterstützungsgruppe Jagd angehört. Nun soll dort erneut ein ganzes Rudel entfernt werden.
Das Tessin hat bisher keine Gesamtzahl der Abschüsse veröffentlicht. Für Glarus und Neuenburg ist in den ausgewerteten amtlichen Quellen kein präventiver Abschuss bestätigt. Für Glarus nennt eine SRF-Übersicht allerdings einen Abschuss; dessen Zuordnung zur laufenden präventiven Regulierung ist ungeklärt. Ob dort niemand geschossen hat oder ob es nur niemand gemeldet hat, lässt sich von aussen nicht unterscheiden. Für Uri führt dieselbe SRF-Übersicht zwei Abschüsse auf. Das waren reaktive Einzelabschüsse im Juni und Juli, die nicht zur laufenden Periode gehören.
Zeitgemäss wäre ein öffentliches Register des Bundes, das für jedes Rudel die Freigabe, die verfügten und die vollzogenen Abschüsse, das Datum, die ausführende Stelle sowie die zugeordneten Risse mit Herdenschutzstatus ausweist und laufend nachführt. Für seine Jahresauswertung führt das BAFU kantonale Abschusszahlen zusammen. Ob diese Daten bereits unterjährig zentral vorliegen, ist damit nicht geklärt.
Bern und Waadt ohne Rudelregulierung
Mehrere Kantone fehlen auf der Liste des BAFU. Bern hat keine präventive Rudelregulierung beantragt. Dort sind laut Kanton vor allem Einzelwölfe unterwegs, Abschüsse führt ausschliesslich die Wildhut aus. 2026 liess Bern einen einzelnen Wolf töten, am 9. August auf der Bussalp ob Grindelwald, nachdem die Schadenschwelle erreicht war.
Auch die Waadt hat für die laufende Periode keine Rudelregulierung beantragt, obwohl dort laut Kanton rund 20 Wölfe in mehreren Rudeln leben, darunter Marchairuz und Haute-Valserine. Im letzten Winter hatte der Kanton 10 Wölfe des Mont-Tendre-Rudels töten lassen. Danach beauftragte er die KORA zu untersuchen, wie die Abschüsse auf Risse und auf das Verhalten der Wölfe wirken. Die Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht.
Einordnung: Die Freigaben wachsen schneller als das Wissen über ihre Wirkung
Die Zwischenbilanz nach fünf Wochen zeigt ein Muster: Die Zahl der Freigaben steigt, Abschüsse folgen teilweise wenige Tage auf den ersten Rudelnachweis, und in mehreren Kantonen werden Rudel reguliert, denen für 2026 kaum Schäden zugeordnet sind. Gleichzeitig liegen die Risse in Graubünden bis Ende September insgesamt rund ein Drittel unter dem Vorjahr, obwohl es dort mehr Rudel gibt.
Der Bundesbericht weist für die Vorperiode 77 Regulierungsabschüsse aus: 76 im Rahmen der präventiven und einen im Rahmen der reaktiven Regulierung. Von acht bewilligten vollständigen Rudelentnahmen führte nach den verfügbaren Informationen nur eine zur vollständigen Auflösung. Das BAFU bewertet die Regulierung dennoch als wirksam. Wie gross ihr eigenständiger Beitrag zur Vermeidung von Nutztierschäden ist, bleibt damit eine zentrale Frage der Erfolgskontrolle. Ebenso offen ist, ob die Lücken, die Abschüsse und Rudelentnahmen hinterlassen, von neuen Wölfen gefüllt werden. Das Beispiel Augstbord, wo nach 21 getöteten Wölfen erneut ein ganzes Rudel entfernt werden soll, deutet in diese Richtung.
Politisch soll der Spielraum noch grösser werden. Die Vernehmlassung zur Änderung des Jagdrechts, die Wolfsabschüsse auch während der Wurfzeit und in Jagdbanngebieten ermöglichen soll, läuft noch bis 16. Oktober. Der Nationalrat hat zudem einer Motion für einen Schwellenwert beim Wolfsbestand zugestimmt (Wolf-Schwellenwert: Nationalrat stimmt Abschüssen auf Vorrat zu).
Die Regulierungsperiode dauert bis zum 31. Januar 2027. Wir dokumentieren die weiteren Abschüsse in unseren Live-Tickern für Graubünden, das Tessin und das Wallis. Hintergründe, Zahlen und Studien bündelt unser Dossier «Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd».
Zur Methode: Diese Zwischenbilanz stützt sich auf Angaben, die Bund und Kantone bis zum 8. Oktober 2026 veröffentlicht haben: Monitoringberichte, Medienmitteilungen und Tabellen. Medienberichte verwenden wir nur dort, wo sie Aussagen oder Unterlagen der Ämter wiedergeben, und kennzeichnen sie als solche. Gezählt werden präventive Regulierungsabschüsse seit dem 1. September 2026. Reaktive Einzelabschüsse sind separat ausgewiesen. Kantonsübergreifende Rudel werden nur einmal gezählt. Die Quellenstände unterscheiden sich je nach Kanton (Graubünden zum Beispiel 30. September). Nicht publizierte Abschüsse sind nicht enthalten, die tatsächliche Zahl kann deshalb höher liegen. Die verwendeten Seiten und Dokumente sind mit Abrufdatum archiviert.
Quellen:
- BAFU, Vierte präventive Regulierung von Wolfsrudeln: Stand der Gesuche der Kantone, Fassung «Veröffentlicht am 4. Oktober 2026», abgerufen am 8. Oktober 2026; verwendete Fassung archiviert
- BAFU, Bericht über die Wolfsregulierungen 2025/2026, 18.5.2026
- AJF Graubünden, Monitoring Wolfsmanagement September 2026, Stand 30.9.2026, und September 2025
- Kanton St. Gallen, ANJF, Mitteilungen vom 4.8., 26.8. und 21.9.2026
- Kanton Schwyz, AWN, Medienmitteilungen vom 20.8., 21.9. und 6.10.2026
- Kanton Wallis, DJFW, Todesursachen von Wölfen im Wallis und Communiqué zur Regulierung des Nanz-Rudels, 30.9.2026
- Kanton Tessin, Ufficio della caccia e della pesca, Lupo: predazioni 2026, Stand 28.9.2026
- Kanton Waadt, Régulations und Mitteilung vom 3.2.2026
- Kanton Neuenburg, Le loup dans le canton de Neuchâtel, Stand 25.8.2026
- SRF, Graubünden: 17 Wölfe geschossen, 61 sollen es werden, 7.10.2026 (Aussagen des AJF)
- Corriere del Ticino, Una nuova alleanza per regolare i lupi, 8.6.2026 (Vorlage des Staatsrats)
- Ticinonews, Valle Morobbia: abbattuto un giovane lupo, 2.10.2026 (Meldung des Ufficio caccia e pesca)
- glarus24, Nachwuchs beim Kärpfrudel: Kanton beantragt Regulierung, 17.9.2026 (Kantonsangaben)
- Plattform J, Bussalp Grindelwald, 10.8.2026 (Information der kantonalen Direktion)
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