Wölfe

Mehrheit der Österreicher begrüssen die Rückkehr des Wolfes

Vor kurzem haben wir darüber berichtet (Wolfsrudel sind gut für den Wald), dass der Kanton Graubünden die Rückkehr des Wolfes zur Unterstützung in der Forstbewirtschaftung begrüsst. Die Gesundheit der Bündner Wälder hat sich seit der Rückkehr des Wolfes verbessert. Nun gibt es noch bessere Nachrichten: Auch die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung begrüsst die Rückkehr des Wolfes!

Eine repräsentative Umfrage unter 1000 Österreichern zeigt eine positive Meinung zur natürlichen Rückkehr des Wolfes (74 Prozent). Diese klare Aussage zeigt, dass die Mehrheit eine Wolf-freie Zone oder die Ausrottung dieser geschützten Tiere nicht unterstützt.

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Wolf

«Wolf. Fertig lustig!» versenkt

Wölfe sollen in der Schweiz nach Ansicht des Parlaments weniger streng geschützt sein als heute. Der Ständerat hat jedoch eine Walliser Standesinitiative beerdigt, die die Bejagung von Wölfen verlangt. Er will Abschüsse von Wölfen im Jagdgesetz regeln.

Die Standesinitiative mit dem Titel «Wolf. Fertig lustig!» (Wild beim Wild informierte) forderte, dass die Schweiz die Berner Konvention, den völkerrechtlichen Vertrag über den Artenschutz, kündigt und neu verhandelt. Ziel sollte sein, den Schutz des Wolfes auszuschliessen. Wölfe sollten gejagt werden dürfen.

Wolfsrudel sind gut für den Wald

Unter Nutztierhaltern und Jägern hat der Wolf wenig Freunde – bei Förstern ist er um so beliebter. Wolfsrudel können helfen, zu grosse Hirsch- und Rehpopulationen zu kontrollieren. Erste Belege dafür gibt es am Calanda-Massiv im Churer Rheintal.

Wie an vielen Orten der Schweiz bedrängen zu viele Hirsche und Rehe auch in Graubünden die Wälder. Der Jungwuchs stirbt ab, weil er angefressen wird. Die Wälder drohen zu überaltern und werden instabil. Im Berggebiet ist das besonders problematisch, haben Wälder dort doch oft eine Schutzfunktion vor Lawinen, Steinschlägen und Erdrutschen.