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Im Wallis bleibt die kantonale Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne grosse Raubtiere» trotz des eidgenössischen Neins zum revidierten Jagdgesetz auf dem Tisch. Der Grosse Rat hat am Montag beschlossen, in die Debatte über den Gesetzestext einzutreten. Das Walliser Kantonsparlament ist nun das erste, das sich nach der Abstimmung erneut mit der Wolfsproblematik befasst. Das Volk soll erneut abstimmen.

Das NEIN-Komitee – anders als der Jagdverband „Jagd Schweiz“ – gegen das missratene Jagdgesetz hätte eine vernünftige Regelung im Umgang mit dem Wolf begrüsst. Doch die Revision geriet zum völlig unverständlichen Angriff auf zahlreiche Arten geschützter Tiere. Und dies in Zeiten grosser Sorge um die Biodiversität! Die Abschaffung von Bundeskompetenzen bei Abschüssen geschützter Tiere und neue, unklare Formulierungen im Gesetz verletzen die Rechtssicherheit und fördern willkürliche Entscheide. Auch dem Schutz des Bergwalds und der…

Die europäischen Bürger unterstützen den Schutz der Wölfe und die Mehrheit ist unter allen Umständen gegen das Töten von Wölfen. Dies ist das Hauptergebnis einer Umfrage unter Erwachsenen in sechs EU-Ländern, die von der Eurogruppe für Tiere in Auftrag gegeben wurde. Es ist Zeit für Politiker, auf die Stimme ihrer Wähler zu hören und sicherzustellen, dass die Spezies weiterhin streng geschützt wird.

Zurzeit brodelt es in der bündnerischen Surselva-Region. Meldungen von gerissenen Schafen in nicht oder ungenügend geschützten Herden und in Panik geratene Mutterkühe, welche eine Gefahr für Touristen werden können, gehören bald zur Tagesordnung. In den Medien kann man auch immer wieder lesen, dass trotz Herdenschutz Schafe gerissen würden, Herdenschutz also nicht funktioniere und der Wolfsabschuss die einzige Lösung sei.

Die Meldungen, dass Wölfe ganze Mutterkuhherden in Panik versetzen, die damit eine Gefahr für Touristen werden können, häufen sich. Dass Mutterkühe ihre Kälber verteidigen, ist bekannt und entspricht ihrem natürlichen Instinkt. Sie verteidigen ihre Kälber jedoch nicht nur gegen Grossraubtiere, sondern auch gegen Hunde und allenfalls auch Wanderer und Biker, welche den Kälbern zu nahekommen.

Bilder von Fotofallen hätten fehlende Haare an der hinteren Körperhälfte des Tiers gezeigt, teilte die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau am 18. Februar mit. Deshalb sei von Beginn weg vermutet worden, dass der Wolf in der Ostschweiz von einer Krankheit befallen sei.