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Sonderjagd Graubünden: Im September geschützt, im Dezember zum Abschuss frei

Im September ist der Abschuss einer säugenden Hirschkuh in Graubünden ein Fehlabschuss mit 150 Franken Busse, auf der Sonderjagd ist er Planerfüllung. Das Bündner Jagdamt hat selbst aufgeschrieben, warum: Im Wintereinstand können die Kühe nicht mehr ausweichen.

Redaktion Wild beim Wild · 25. September 2026
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«Die Krone im Moos»

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Verliert ein Hirschkalb seine Mutter, verliert es Führung und Rang im Rudel und wird verstossen.

Das sagt der Luzerner Wildhüter Daniel Schmid, wie der Beitrag Emmental und Entlebuch: Mehr Hirschkühe im Visier, verwaiste Kälber werden verstossen dokumentiert. In Graubünden weiss man das seit Jahrzehnten. Es steht in einer Dissertation, die das kantonale Amt für Jagd und Fischerei mitkonzipiert hat, und in einem Papier, das das Amt selbst publiziert hat. Trotzdem plant der Kanton jeden Herbst eine zweite Jagdphase, deren gesetzlich festgelegte Funktion es ist, die auf der Hochjagd nicht erreichte Zahl weiblicher Tiere und deren Kälber nachzuholen.

Was im September Busse kostet, ist im November Plan

Auf der Bündner Hochjagd im September sind Kälber und säugende Kühe nicht jagdbar. Wer trotzdem eine säugende Hirschkuh oder ein Kalb erlegt, begeht einen Fehlabschuss. Anhang 1 zur Verordnung über den Jagdbetrieb (Stand 1. August 2025) setzt dafür je 150 Franken Ordnungsbusse fest. Die Sonderjagd, je nach Region zwischen dem 31. Oktober und dem 20. Dezember an maximal zehn halben Tagen pro Gebiet, kehrt diese Logik um. Dieselbe Verordnung hält fest, dass die Abschusspläne für die Sonderjagd so festgelegt werden, dass die fehlende Anzahl weiblicher Tiere erlegt wird. Für die Planung geht der Kanton in der Regel von einem weiblichen Streckenanteil von 70 Prozent aus.

Wie gross diese Lücke werden kann, zeigt das Jagdjahr 2023: Nach der Hochjagd erklärte der Kanton, dass auf der Sonderjagd noch 2’218 weibliche Hirsche und deren Kälber getötet werden müssten. Am Ende lag die sogenannte qualitative Zielerfüllung bei 80,8 Prozent. Wie dieses Zweistufensystem funktioniert, zeigt die Analyse von 4’616 Hirsche: Was die Bündner Jagdplanung offenlegt und was sie nicht beweist. Dass selbst Bündner Hobby-Jäger den Widerspruch benennen, dokumentiert der Beitrag Bündner Hobby-Jäger rechnen nach: Neun Fragen zum Hirsch-Abschussplan 2026. Der Absender nennt den Eingriff in die Wintereinstände dort «ethisch nicht verantwortbar» und hält fest: Wären Kälber ohne Mutter nicht gefährdet, gäbe es im September keinen Grund für eine Busse. Drei der neun Fragen an das Amt für Jagd und Fischerei betreffen genau diesen Punkt: die wildbiologische Begründung des Widerspruchs, den Verbleib verwaister Kälber und die Vereinbarkeit der Sonderjagd mit der Winterruhe. Das Amt hat die Fragen nicht beantwortet. Die Antwort auf die sechste steht allerdings seit März 2025 auf seiner eigenen Website, und sie ist aufschlussreicher, als dem Amt lieb sein dürfte.

Das Amt kennt die Folgen und benennt den wahren Grund

Am 28. März 2025 hat das Amt für Jagd und Fischerei eine achtseitige «Fachliche Beurteilung über den Schutz von säugenden Hirschkühen und Kälbern während der Bündner Hochjagd» publiziert. Anlass war ein Antrag der Jägersektionen der Mesolcina, unterstützt vom Bergell, an den letzten zwei Hochjagdtagen Kälber und säugende Kühe freizugeben. Das Amt lehnt ab und erklärt dabei, weshalb es im September schützt, was es im November töten lässt.

Zum Kalb schreibt das Amt: Verliert es nach der Säugeperiode das Muttertier, könne es zwar physiologisch überleben, verkümmere aber sozial. Verwaiste Kälber fänden keinen Anschluss bei anderen Tieren, die fehlende Führung bedeute grossen Stress, behindere die körperliche Entwicklung, die Sterblichkeit sei hoch. Aus Tierschutzsicht wäre es optimal, ganz auf den Abschuss von Mutter- und Jungtieren zu verzichten. Das ist die Aussage von Wildhüter Schmid aus dem Entlebuch, unterzeichnet von der Bündner Jagdbehörde.

Der Grund, weshalb das Amt trotzdem im Winter auf Kühe und Kälber schiessen lässt, steht im Abschnitt über den Muttertierschutz als «jagdliches Steuerungsinstrument». Hirschkühe seien starke Traditionsträger, ihr Verhalten werde ausgeprägt an die Jungtiere weitergegeben. Besenderungsprojekte hätten gezeigt, dass Kühe ein Gebiet langfristig und grossräumig meiden, wenn ihnen dort das Kalb weggeschossen wurde. Ein Pilotprojekt im Prättigau, bei dem 2013 bis 2015 an den letzten Hochjagdtagen Kälber freigegeben wurden, brach deshalb innert drei Jahren von sieben Kälbern auf eines ein und wurde gestoppt. Im Sommer, so das Amt, könnten die Kühe in Schutzgebiete oder in Nachbarkantone ausweichen. Die Wintereinstände seien viel kleiner, dort habe die Hirschkuh «nur bedingt die Möglichkeit, langfristig auszuweichen und sich der Bejagung zu entziehen». Über den gleichzeitigen Abschuss von Kuh und Kalb heisst es, damit würden «keine Zeugen hinterlassen», die aus dem Erlebnis lernen.

Das Fazit des Papiers nennt den Zweck des Septemberschutzes an erster Stelle: Er stelle sicher, dass «die Effizienz der Hochjagd langfristig hoch bleibt». Der Muttertierschutz in Graubünden ist demnach keine Grenze der Hobby-Jagd, sondern ihr Werkzeug. Geschützt wird im September, damit die Kühe nicht lernen. Geschossen wird im Dezember, wo sie nicht mehr ausweichen können. Das Amt beschreibt damit selbst, dass es das Wissen der Kühe kennt, nutzt und am Ende gegen sie wendet.

Der Kanton hat es selbst aufgeschrieben

Im September 2025 hat Thomas Rempfler vom Schweizerischen Nationalpark an der Universität für Bodenkultur Wien seine Dissertation zum Raum-Zeit-Verhalten des Rothirsches eingereicht. Grundlage ist das Bündner Rothirschprojekt «Ingio via?», das der Kanton und der Nationalpark 2015 gemeinsam lanciert haben. Hannes Jenny vom Amt für Jagd und Fischerei gehört zum Beraterteam, hat die Idee für die Hauptstudie mitentwickelt und die Feldarbeit mitorganisiert. Das Amt hat die Analyse mitfinanziert. Die Arbeit ist damit keine Aussensicht, sondern die wissenschaftliche Selbstbeschreibung des Bündner Jagdsystems.

Zur Hochjagd steht dort (Kapitel 1.1.5): Kälber und ihre Mütter sind nicht jagdbar, um etablierte Verhaltenstraditionen zu erhalten, auch bei standorttreuen Tieren ausserhalb der Schutzgebiete. Der Kanton anerkennt also, dass die Bindung zwischen Kuh und Kalb und das im Rudel weitergegebene Wissen populationsökologisch wertvoll sind. Zur Sonderjagd steht im selben Dokument, dass seit 1987 in einer zweiten Jagdphase im November und Dezember an maximal zehn halben Tagen «gekeult» wird, mit besonderem Augenmerk auf das Geschlechterverhältnis der Abschussquote. Was im September aus wildbiologischen Gründen tabu ist, wird im Dezember zur Planposition.

Die Dissertation liefert auch die Geschichte dazu. Zwischen 1956 und 1966 konzentrierte sich die Bündner Jagd rund um den Nationalpark auf säugende Kühe. Das Ergebnis, so die Arbeit unter Verweis auf Jenny und Filli 2014: Der Jagddruck traf vor allem Tiere, die den Sommer nicht im jagdfreien Nationalpark verbrachten, was dem langfristigen Jagderfolg schadete. Und zum Fehlen reifer Stiere hält sie fest, dass ein Mangel an älteren, erfahrenen Männchen während der Brunft dazu führte, dass nur wenige dominante Stiere übrig blieben, was übergrosse Rudel und eine verlängerte Brunft zur Folge hatte. Beides sind Bündner Erfahrungen, publiziert unter Mitwirkung der Bündner Jagdbehörde. Was Wildhüter Schmid im Entlebuch beschreibt, ist in Graubünden seit Jahrzehnten aktenkundig.

Mutterverlust wirkt ein Leben lang

Das Standardargument für die Sonderjagd lautet, ein fünf bis sieben Monate altes Kalb sei ohnehin fast selbstständig. Die Langzeitstudie auf der schottischen Insel Rum, die Rothirsche seit 1974 individuell verfolgt, widerlegt das. Andres und Kollegen zeigten 2013, dass der Verlust der Mutter sowohl vor als auch nach dem Absetzen das Sterberisiko für beide Geschlechter erhöht. Bei männlichen Kälbern war zudem die körperliche Verfassung beeinträchtigt, messbar an einer geringeren Wahrscheinlichkeit, mit 16 Monaten Geweihe zu bilden. Bei weiblichen Tieren hielt der Nutzen der lebenden Mutter das ganze Leben lang an.

Im Januar 2026 legte ein Team um Kathreen Ruckstuhl von der Universität Calgary mit Beteiligung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Universität Cambridge nach. Ausgewertet wurden über 40 Jahre Daten von 295 Hirschkühen aus 24 mütterlichen Linien. Ergebnis: Die Stärke der sozialen Bindungen einer Hirschkuh korreliert mit ihrem Überleben, mit der Zahl ihrer Kälber und mit der Zahl der Kälber, die selbst das Fortpflanzungsalter erreichen. Die Autorinnen und Autoren stufen den Effekt als vergleichbar mit Umwelt- und Körperfaktoren ein. Die Studie zeigt eine Assoziation, keine experimentell geprüfte Ursache. Aber sie belegt, dass Sozialbindungen bei Hirschkühen kein Beiwerk sind, sondern ein Prädiktor für Überleben und Fortpflanzung. Eine Jagdplanung, die Mutterlinien als Abschusskategorie führt, müsste diese Folgen erfassen. Graubünden tut es nicht.

Das Wissen des Rudels ist nicht vererbt, sondern gelernt

Bündner Rotwild wandert saisonal zwischen Sommer- und Wintereinständen. Wo diese liegen, welche Hänge zuerst ausapern, wo Ruhe herrscht: Das ist kein Instinkt, sondern Kultur. Jesmer und Kollegen wiesen 2018 in «Science» an umgesiedelten Dickhornschafen und Elchen nach, dass Wanderungen von Huftieren durch Lernen und kulturelle Weitergabe entstehen. Weniger als neun Prozent der umgesiedelten Tiere wanderten, gegenüber 65 bis 100 Prozent in Herden, deren Tradition nie unterbrochen worden war. Geht das Wissen verloren, dauert es nach Einschätzung der Forschenden Jahrzehnte, bis es sich neu bildet.

Thurfjell, Ciuti und Boyce zeigten 2017 an besenderten Wapiti-Kühen in Kanada, dass Hirschkühe mit dem Alter lernen, Hobby-Jägern auszuweichen. Ab etwa zehn Jahren sind sie für Hobby-Jäger fast unerreichbar, und mit jeder überlebten Saison werden sie besser darin. Für Graubünden heisst das: Genau die Kühe, die die Hochjagd überleben, tragen das Wissen des Rudels. Die Sonderjagd im Wintereinstand, wo sich die Verbände sammeln, ist das Instrument, um sie trotzdem zu erwischen. Das Amt sagt es in seinem Papier vom März 2025 selbst.

Jagd im Sparmodus

Rothirsche fahren im Winter ihren Stoffwechsel herunter. Arnold und Kollegen dokumentierten 2004 an besenderten Tieren eine Senkung der Herzfrequenz um rund 60 Prozent gegenüber dem Sommer und einen nächtlichen Hypometabolismus, mit dem die nichtmenschlichen Tiere Energie sparen. Die Bündner Dissertation bestätigt für die Studiengebiete im Kanton, dass Rothirsche im Winter Energie sparen und nachts nicht kompensieren, was sie tagsüber an Äsung verpassen. Die Sonderjagd trifft die Tiere also in einer physiologischen Phase, in der jede Flucht durch Schnee Reserven kostet, die nicht nachgeholt werden können. Zudem hält die Arbeit fest, dass Jagdaktivität die Rothirsche dazu bringt, ihre Lebensräume auch nachts vorsichtiger zu wählen, obwohl in der Schweiz nachts nicht gejagt werden darf.

Eine Kamerafallen-Studie aus den italienischen Ostalpen, publiziert 2026 nach fünf Jagdsaisons, ergänzt das Bild: Rothirsche reagierten auf Jagd und Freizeitnutzung stärker als auf Wölfe, mit zunehmender Nachtaktivität und Meidung von Wegen. Jagddruck drängt die Tiere in Deckung und Dunkelheit, und damit in genau jene Waldflächen, deren Verbiss später als Argument für weitere Abschüsse dient. Wie das Verbiss-Narrativ funktioniert, zeigt das Dossier Wald und Wild: Das Verbiss-Narrativ.

Die Hobby-Jagd selektiert anders als der Wolf

Die Übersichtsarbeit von Milner, Nilsen und Andreassen in «Conservation Biology» 2007 fasst zusammen, was selektive Jagd in Huftierpopulationen anrichtet: Sie kann Sozialstrukturen und Dominanzhierarchien destabilisieren und zum Verlust sozialen Wissens führen. Bejagte Populationen zeigen durchwegs Sterblichkeitsmuster, die sich deutlich von unbejagten unterscheiden. Darimont und Kollegen ergänzten 2009 in «PNAS», dass Menschen im Gegensatz zu den meisten Beutegreifern hohe Anteile einer Population entnehmen und gezielt grosse, fortpflanzungsfähige Erwachsene treffen. Wolf und Luchs nehmen überwiegend Kälber, Kranke und Geschwächte. Hobby-Jäger nehmen Gesunde. Die Bündner Jagdbetriebsvorschriften anerkennen diesen Unterschied selbst, indem sie in Regionen mit Wolfsrudeln den weiblichen Abschussanteil senken.

Die Frage, die der Kanton nie stellt

Jahrzehntelang standen in Graubünden die Stiere im Vordergrund der Hobby-Jagd. Was das genetisch bedeutet, haben Hard, Mills und Peek 2006 für Rotwild modelliert: Sinkt das Verhältnis fortpflanzender Männchen zu Weibchen durch Jagd unter etwa 15 zu 100, kann die effektive Populationsgrösse so weit schrumpfen, dass das Anpassungspotenzial gefährdet ist. Der Effekt entsteht sowohl über das verzerrte Geschlechterverhältnis als auch über das sinkende Alter der fortpflanzenden Stiere. Die entscheidende Grösse dafür, das Geschlechterverhältnis der erwachsenen Tiere nach der Hochjagd, weist der Kanton nicht aus. Eine schnelle genetische Verarmung des Bündner Rotwilds ist damit nicht belegt. Belegt ist, dass niemand sie prüft.

Planerfüllte Bestände sind keine gesunden Bestände

Der Kanton Graubünden misst den Zustand seines Rotwilds an drei Grössen: Bestand, Geschlechterverhältnis, Kälberanteil. Sozialstruktur, Altersstruktur, Lernverhalten und Störungsdruck kommen in der Planerfüllung nicht vor. Was nicht gemessen wird, kann auch nicht als beschädigt ausgewiesen werden. Dabei hat die Bündner Jagdbehörde alles, was sie wissen müsste, selbst aufgeschrieben: Kuh-Kalb-Bindungen sind erhaltenswert, Verhaltenstraditionen sind erhaltenswert, verwaiste Kälber verkümmern sozial, das Fehlen reifer Stiere hat die Brunft schon einmal aus dem Takt gebracht, und die Jagd auf säugende Kühe rund um den Nationalpark war bereits einmal ein Fehlschlag. Aus Sicht von Wild beim Wild ist die Sonderjagd die institutionalisierte Wiederholung dieses Fehlers unter Winterbedingungen, und das Amt hat im März 2025 selbst beschrieben, warum es sie gerade dort ansetzt: weil die Kühe im Wintereinstand nicht mehr entkommen. Die Fragen 6 bis 8 aus dem Neun-Fragen-Beitrag sind damit beantwortet, zwei davon durch die Forschung, eine durch das Amt selbst. Offen bleibt nur, ob das Amt für Jagd und Fischerei sie auch gegenüber der Öffentlichkeit beantwortet.

Wäre der Bestand nach der Hochjagd gesund strukturiert, bräuchte es keine zweite Runde auf Kühe und Kälber. Die Sonderjagd ist damit nicht die Korrektur eines Problems, sondern der jährliche Beweis, dass die Hobby-Jagd in Graubünden keine gesunden Wildbestände schafft, sondern planerfüllte. Laufende Vorfälle aus der Bündner Jagdsaison dokumentiert der Graubünden-Ticker.

Quellen: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (2025): Fachliche Beurteilung über den Schutz von säugenden Hirschkühen und Kälbern während der Bündner Hochjagd, 28. März 2025; Kanton Graubünden, Verordnung über den Jagdbetrieb (BR 740.025) mit Anhang 1 Ordnungsbussen, Stand 1. August 2025, sowie Jagdbetriebsvorschriften 2025/2026; Rempfler, T. (2025): The impact of habitat characteristics on spatio-temporal behaviour of red deer. Dissertation, BOKU Wien, frei zugänglich auf parcs.ch; Andres, D. et al. (2013): Sex differences in the consequences of maternal loss in a long-lived mammal, the red deer. Behavioral Ecology and Sociobiology; Ruckstuhl, K. E. et al. (2026): Associations between lifetime fitness and social bonds in female red deer. Royal Society Open Science; Jesmer, B. R. et al. (2018): Is ungulate migration culturally transmitted? Science; Thurfjell, H., Ciuti, S., Boyce, M. S. (2017): Learning from the mistakes of others. PLOS ONE; Arnold, W. et al. (2004): Nocturnal hypometabolism as an overwintering strategy of red deer. American Journal of Physiology; Milner, J. M., Nilsen, E. B., Andreassen, H. P. (2007): Demographic side effects of selective hunting in ungulates and carnivores. Conservation Biology; Darimont, C. T. et al. (2009): Human predators outpace other agents of trait change in the wild. PNAS; Hard, J. J., Mills, L. S., Peek, J. M. (2006): Genetic implications of reduced survival of male red deer under harvest. Wildlife Biology.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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