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Sonderjagd

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Gegen die kantonale Volksinitiative «Für eine naturverträgliche und ethische Jagd» hat sich in Graubünden breit aufgestellter Widerstand formiert.

In der aktuellen Ausgabe des Käseblatts «Bündner Jäger» nimmt der Präsident der dortigen Hobby-Jäger Stellung zur anstehenden Volksabstimmung vom 13. Juni 2021 «Für eine naturverträgliche und ethische Jagd.»

Obschon die manipulative Hochjagdstrecke sehr gut ausgefallen ist, gilt es einen anspruchsvollen Plan für die Sonderjagd 2020 umzusetzen. Ohne die Sonderjagd im November und Dezember wäre eine Regulation der künstlich hochgehaltenen Hirsch- und jetzt neu auch vermehrt der Rehwildbestände undenkbar.

Die starken Schneefälle der vergangenen Tage in Teilen vom Tessin drängen Wildtiere zum Talboden. Diese Situation hat das Amt für Jagd und Fischerei veranlasst, die Bestimmungen über die Sonderjagd anzupassen, um auch die Hobby-Jäger zu schützen.

Zum Hubertustag, dem Gedenktag des Heiligen Hubertus von Lüttich am 3. November, kritisiert die IG Wild beim Wild derartige Ausrichtungen des Gottesdienstes. Hubertusmessen, die vornehmlich von Hobby-Jägern mitverantwortet und besucht werden, sind nicht mit der christlichen Ethik der Achtung vor dem Leben vereinbar.

Regenwetter und Nebel oder hohe Temperaturen sollen den Bündner Jägern auf der diesjährigen Hochjagd einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Die Wildtierkiller müssen im November und Dezember auf die tierquälerische Sonderjagd, um das Soll zu erreichen. Bei dem Gemetzel soll der Abschussplan vor allem bei den Hirschen erfüllt werden.

Im Umfeld von Hobby-Jägern und Behörden beruht vieles auf Annahme und nicht auf Wissen sowie Gewissen bei der Jagd und Wildkrankheiten. Um die erbarmungslose Verfolgung eines unseres interessantesten Beutegreifers (Vertreter der Familie der Hunde) zu rechtfertigen, behauptet man kurzerhand, die Fuchsjagd auf der Niederjagd sei notwendig, weil die…

Die unrühmlichste Jagdveranstaltung der Schweiz ist immer noch nicht zu Ende. Vor wenigen Tagen hat das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden wieder erste Statistiken der dreiwöchigen Hochjagd (ab 3.9.) propagiert. Die zweiwöchige Walliser Hochjagd begann Wochen später (ab 21.9) und Statistiken wurden umgehend geliefert – man kann es fast nicht glauben.

Die Volksinitiative zur Abschaffung der Sonderjagd, lanciert aus Hobby-Jäger- und Naturschutzkreisen, war mit einer Rekordzahl von über 10’000 Unterschriften eingereicht worden. An der Urne reichte es trotzdem nicht für die Annahme: Das Begehren wurde mit 36’181 zu 30’533 Stimmen bei 49,28 Prozent Beteiligung abgelehnt.

Im Kanton Graubünden steht das tierquälerische Jagdsystem auf dem Prüfstand. Eine mit der Rekordzahl von über 10’000 Unterschriften eingereichte Volksinitiative will die Sonderjagd am 19. Mai 2019 abschaffen.

Für den Schwyzer Regierungsrat gibt es keinen Anlass, vom neuen Jagdkonzept abzurücken, auch wenn dieses bei den Jägern unbeliebt ist. Eine Änderung des eingeschlagenen Wegs in der Nachjagd dränge sich nicht auf, schreibt die Regierung des Kantons Schwyz.