Blut im Schnee: Winterjagd raubt Tieren die Kraft
Im tiefen Winter lauern Hobby-Jäger auf geschwächte Wildtiere. Aus Hochsitzen, Hütten oder an Luderstellen. Während der Kanton Genf längst wissenschaftlich bewiesen hat, dass Wildtiermanagement ohne Hobby-Jäger funktioniert, halten andere Kantone eisern an Jagdpraktiken fest, die Tierleid maximieren und ökologische Regeln untergraben. Ein kritischer Blick auf die winterliche Jagdpraxis in der Schweiz.

Der Winter ist für Wildtiere kein Vergnügen.
Nahrung ist knapp, Energie kostbar, Fluchten sind mühsam und oft lebensbedrohlich. Tiefer Schnee bedeutet:
- Bewegungsbehinderung
- hohe Energieverluste bei jeder Flucht
- erhöhten Stress
Und genau in dieser Phase lauern Hobby-Jäger mit Hochsitzen, Nachtsichtgeräten und Wärmebildkameras, locken Tiere mit Luderstellen oder warten auf den perfekten Schuss aus der Hütte heraus. Ein Fachmann kommentierte einmal:
Im Winter zu jagen ist, als würde man Menschen beim Ertrinken Steine an die Füsse binden.
Das ist keine Übertreibung. Für die Wildtiere ist die Hobby-Jagd im Schnee eine Frage von Leben oder Tod unter maximalem Stress.
Luderplätze, Passjagd, Sonderjagd und Nachtjagd – Methoden der Grausamkeit
Besonders perfide sind Luderplätze: Tierkadaver oder Schlachtabfälle werden gezielt ausgelegt, um Füchse, Marder oder Dachse anzulocken, in einer Jahreszeit, in der jedes Gramm Energie zählt.
In zu vielen Kantonen wird diese Praxis weiterhin toleriert. Das Tier kommt, das Tier frisst, das Tier stirbt. Nichts mit «Hege», das ist Täuschung und Tiermissbrauch und zeigt den wahren Charakter der Hobby-Jäger.
Noch extremer ist die Passjagd aus Hochsitzen oder Hütten, oft in der Nacht erlaubt. Tiere werden gezielt überrascht, wenn sie erschöpft und hungrig sind. Hier verschwimmt die Grenze zwischen regulärer Hobby-Jagd und systematisierter Tierquälerei.
Wissenschaftlich belegte Kritik
Zahlreiche Studien zur Winterökologie zeigen:
- Physiologischer Ausnahmezustand: Jede Flucht im Schnee verbraucht massive Energie, die das Tier dringend zum Überleben braucht. Wiederholte Störungen erhöhen die Sterblichkeit.
- Prädatorenregulation funktioniert nicht durch Jagd: Intensive Bejagung führt zu zerbrochenen Sozialstrukturen und höheren Reproduktionsraten – Populationskontrolle wird nicht erreicht.
- Ethik: Jagd soll Tierleid minimieren. Winterjagd erfüllt dieses Kriterium nicht.
Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: Wer im Schnee jagt, gefährdet Tiere unnötig und zerstört ihre natürliche Sozial- und Populationsstruktur.
Genf als Vorbild
Der Kanton Genf zeigt, dass es auch anders geht:
- Keine Hobby-Jagd
- Entscheidungen durch Profis
- Eingriffe nur wissenschaftlich begründet
- Wildtiere erleben weniger Stress
Die Ergebnisse sprechen für sich: Wildbestände regulieren sich selbst, Konflikte bleiben minimal, die Biodiversität profitiert. Genf demonstriert, dass modernes Wildtiermanagement ohne unnötiges Leid funktioniert, und zwar besser als jede Freizeitjagd.
Die ethische Bilanz
Die Winterjagd in vielen Schweizer Kantonen ist:
- unnötig
- grausam
- ökologisch kontraproduktiv
- ein Relikt aus einer Zeit, in der Menschen Tiere als Objekte betrachteten
Passjagd, Luderstellen, Nachtjagd – das alles sind Praktiken, die im 21. Jahrhundert nicht mehr legitimierbar sind. Wer im Schnee jagt, jagt nicht waidgerecht. Er jagt rückständig, unnötig und grausam.
Die Schweiz rühmt sich des Tierschutzes. Doch während Schulen über Tierethik unterrichten und Zoos Respekt vor Wildtieren predigen, erlaubt ein Grossteil der Kantone Hobby-Jägern, Wildtiere im Winter auszuschalten.
Es ist höchste Zeit, diesen Missstand zu beenden. Genf hat vorgemacht, wie modernes Wildtiermanagement aussieht. Die übrigen Kantone haben keine Ausrede mehr. Die Hobby-Jagd im Schnee muss abgeschafft werden. Für die Tiere, für die Biodiversität und für eine zeitgemässe Ethik.
Dossier: Jagd und Tierschutz
Naturkatastrophe Hobby-Jäger
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz. Die Auftragskiller schaffen seit Jahrzehnten ein ökologisches Ungleichgewicht in der Kulturlandschaft mit teils dramatischen Folgen (Schutzwald, Krankheiten, landwirtschaftliche Schäden u. v. m.). Über ein Drittel der Pflanzen, Wildtiere und Pilzarten gilt als bedroht. Die Schweiz ist europaweit beim Ausscheiden von Schutzflächen für die Biodiversität ebenfalls Schlusslicht. Es sind genau immer auch diese Kreise aus Hobby-Jägern mit ihrer Lobbyarbeit, die über die Politik, Medien und Gesetze seit Jahrzehnten dafür verantwortlich zu machen sind. Sie sind es, die zeitgemässe, ethische Tierschutzverbesserungen notorisch blockieren und den seriösen Tier- und Artenschutz sabotieren. Hobby-Jäger wehren sich regelmässig gegen mehr Nationalpärke in der Schweiz, weil es ihnen eben nicht um Natur, Biodiversität und Artenschutz oder Tierschutz geht, sondern darum, ihr perverses, blutiges Hobby zu pflegen.
Wussten Sie …
- dass in der Schweiz unschuldige Jungwölfe liquidiert werden?
- dass Hobby-Jäger bei der Beurteilung der Wildbretqualität lügen und dass verarbeitetes Wildfleisch laut der WHO wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend ist?
- dass laut Studie nirgendwo die Bleibelastung der Steinadler und Bartgeier höher ist, als in den Schweizer Alpen, wegen der Munition der Hobby-Jäger?
- dass die Waidgerechtigkeit der Hobby-Jäger dem Tierschutzgesetz diametral widerspricht, eine Fata Morgana ist?
- dass Jagd Krieg ist, wo man tierische Konkurrenten einfach liquidiert?
- dass es unzählige illegale und nicht gekennzeichnete Hochsitze in unserer Natur gibt, die zum Teil so morsch sind, dass sie eine Gefahr für Kinder darstellen, Menschen zu Tode kommen können?
- dass Jahr für Jahr unzählige Menschen durch Jägerwaffen getötet oder verletzt werden, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden?
- dass in der Schweiz jährlich rund 120’000 völlig gesunde Rehe, Hirsche, Füchse, Murmeltiere und Gämsen meist sinnlos gekillt werden?
- dass es wegen der Hobby-Jäger heute kaum mehr möglich ist, mit den Wildtieren in Harmonie zu leben, Wildtiere zu sehen?
- dass Schrotladungen Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und “geschossenen” Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die Nachsuche hinterlassen?
- dass die Behauptung der Hobby-Jäger, die grausamen Wildtier-Massaker seien notwendig, um Tierbestände zu regulieren, wissenschaftlich widerlegt sind?
- dass Hobby-Jäger offen zugeben, dass es bei der Jagd um die “Lust am Töten” und “die Freude am Beute-Machen” einer krankhaften Passion geht?
- dass Hobby-Jäger keinen sechsten Sinn haben und dennoch regelmässig behaupten, sie schössen nur kranke und schwache Tiere, was natürlich in der Praxis nicht stimmt?
- dass Hobby-Jäger ins Ausland zur Trophäenjagd fahren, fern aller Arten- und Jagdschutzbestimmungen, und dass es sogar Schweizer-Hobby-Jäger-Reiseveranstalter für solch debile Jagdvergnügen gibt?
- dass die überwiegende Mehrheit keine legitimierten Berufsjäger sind, sondern die Jagd als Hobby-, Sport- und Freizeitvergnügen ausüben, was nicht sittlich ist und eigentlich dem Tierschutzgesetz widerspricht?
- dass 99,07 % der zivilisierten Menschen in der Schweiz keine Hobby-Jäger sind, also nur 0,3 % Hobby-Jäger Freude an diesen blutigen Aktivitäten haben?
- dass diese Wildtierkiller nicht anhand wissenschaftlicher Rechtfertigungen jagen?
- dass geschützte Arten eigentlich nicht ins Jagdrecht gehören, weil Hobby-Jäger mit dem Artenschutz überfordert sind und immer wieder auf der Roten Liste stehende Tiere, wie Luchs, Wolf, Feldhase, Rebhuhn, Wachtel, usw., aus Spass abschiessen?
- dass Hobby-Jäger bestimmte Tierarten gezielt dezimieren, um keine Konkurrenz zu haben, für ihr widernatürliches Verhalten (Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögel, usw.)?
- dass das Wild stirbt, bevor der Hobby-Jäger auch nur einen einzigen Schuss abgeben kann, es dies zu verhindern gilt und das wohl der zentrale Gedanke der Hege und Pflege sowie Jagdplanungen ist?
- dass bei den Wildschweinen (und Füchsen) normalerweise nur die Leitbache Junge bekommt, aber aufgrund ihres Abschusses alle weiblichen Tiere innerhalb der Rotte sich fortpflanzen und wir auch deshalb eine Wildschweinschwemme haben?
- dass die Weidetiere – Hirsche, Rehe, usw. – ursprünglich hauptsächlich tagaktiv auf Feldern und Wiesen lebten, wie Ziegen, Schafe, Kühe, usw., und nicht im Wald?
- dass der Wolf für die Gesunderhaltung der wilden Huftiere langfristig lebenswichtig ist, weil er zum Beispiel mit unglaublicher Präzision kranke oder schwache Tiere erbeutet und dadurch den Hobby-Jägern hoch überlegen ist?
- dass Füchse nach der sinnlosen Jagd meist im Abfall landen?
- dass Füchse heute hauptsächlich gejagt werden, damit es mehr Hasen, usw. für die Hobby-Jäger in der Bratpfanne hat? Dass sich der Fuchs aber zu über 90 % nicht von Hasen ernährt, einen gesunden Hasen nie erwischt?
- dass man gegen Hobby-Jäger im Tierschutz nicht nur mit Sanftmut, Strassenfesten, Gebetsketten, usw. vorgehen kann (auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil)?
- dass Hobby-Jäger mit dem Jägerlatein eine respektlose Verhöhnung von Lebewesen betreiben?
- dass es verpönt ist, Hochwild an der Fütterung oder während der Paarungszeit zu erschiessen, der Hobby-Jäger aber keine Skrupel hat, dies beim Beutekonkurrenten Fuchs zu tun?
- dass in manchen Kantonen Hobby-Jäger nur des zarten Fleisches eines Jungtieres wegen auf die Jagd gehen?
- dass Hobby-Jäger trächtige Mutterkühe vor ihren Jungtieren erschiessen oder nur Jungtiere während der Aufzuchtzeit (Nach-Sonderjagd)?
- dass Hobby-Jäger die Umwelt, Natur, Mensch und Tier mit ihrer Munition vergiften?
- dass Bestialität, Barbarei, Grausamkeit, Blutvergiessen und sinnlose Qualen kein Kulturgut sein können in einer zivilisierten Gesellschaft?
- dass Hobby-Jäger jährlich rund 10’000 Rehkitze erschiessen?
- dass Hobby-Jäger im strengen Winter hungernde Tiere mit Futter anlocken, nur um sie hinterhältig und feige erschiessen zu können?
- dass Hobby-Jäger scharf gemachte Hunde in Höhlen hetzen, um Füchse und Dachse zu eliminieren (Baujagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Lebewesen in Kastenfallen locken, in denen sie unter Umständen tagelang leiden und auf ihren Killer warten müssen oder den Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten (Fallenjagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Wildtiere beim Schlafen oder Sonnen feige mit hochmodernen Präzisionswaffen aus dem Hinterhalt meucheln oder verletzen?
- dass Hobby-Jäger Auszeichnungen, Fellmärkte, Preisverleihungen für den Trophäenkult, Trophäenschauen, Pelzhandel, usw. unterstützen?
- dass Hobby-Jäger minderjährigen Schulkindern Schusswaffen in die Hände drücken und mit ihnen das Töten üben?
- dass Hobby-Jäger ihre qualvollen Taten oft in der Einsamkeit ausführen, was Tierquälereien fördert?
- dass Hobby-Jäger viele Wildtiere nur schwer verletzen und die Opfer oft stundenlang unter enormen Qualen und Angst leiden, bis ein Schweisshund sie findet und sie erschossen werden?
- dass Hobby-Jäger (ausser der Vivisektion) den Tieren am meisten Qualen und Missbrauch zufügen, auch durch die Art des Tötens?
- dass die jägerliche Tier- und Naturliebe sich nicht am Dasein des geliebten Objekts erfreut, sondern vielmehr darauf abziehlt, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und darin gipfelt, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen?
- dass Hobby-Jäger Verbissschäden geradezu fördern durch den Jagddruck, insbesondere auf Beutegreifer wie Fuchs, Luchs und Wolf?
- dass Hobby-Jäger für asoziales, unethisches und unchristliches Verhalten Tür und Tor öffnen?
- dass Hobby-Jäger der Bevölkerung normale natürliche Tierbeobachtungen und Interaktionen vorenthalten?
- dass es kein grösseres und mit Munition verseuchtes Quälprodukt gibt als Wildbret?
- dass es schweizweit keine einheitliche Regelung gibt, was Sehtest, Schiesspraxis, usw. der Hobby-Jäger betrifft?
- dass es keinen psychologischen Wesenstest für Hobby-Jäger gibt?
- dass es kein Alkoholverbot gibt für Hobby-Jäger, wenn sie mit ihren Waffen auf Tiere schiessen?
- dass Hobby-Jäger in schulische Einrichtungen eindringen, um ihr Jägerlatein und ihre Gewalt den Kindern aufzuschwätzen?
- dass ein Gericht in Bellinzona unlängst bestätigt hat, dass Jagdvereine praktisch alles, was grausam, unnötig und herzlos ist, fördern?
- dass der Verein «Jagd Schweiz» in erster Linie Respektlosigkeit und eine Gewaltkultur kultiviert – genau das Gegenteil, wonach ein kultivierter Mensch in unserer Gesellschaft streben sollte.
- dass allein im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und Bussen gegen Hobby-Jäger verhängt werden?
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