Die Doppelmoral der Wolfsgegner
Ein Bürgerkomitee rund um Miriam Grab aus Unterägeri ZG will den geschützten Wolf nun via Volksinitiative zur jagdbaren Tierart erklären und ist offenbar auf einem Auge blind. Die IG Wild beim Wild findet diese Initiativen heuchlerisch und unpassend.
84 Millionen Nutztiere geschlachtet
Viele Wolfsgegner argumentieren, dass Wölfe eine Bedrohung für Tiere und Menschen darstellen. Gleichzeitig wurden 2022 in der Schweiz rund 84 Millionen Nutztiere geschlachtet: 230’500 pro Tag, 9’600 pro Stunde. Der Anbau von Futtermitteln vereinnahmt rund 90 % der Landwirtschaftsflächen.
97 % Nutztiere, 3 % Wildtiere
Der Mensch und seine Nutztiere stehen gegenüber allen Wildtieren im Verhältnis 97 % zu 3 %. 1’706 Weidetiere wurden 2022 durch Wölfe gerissen, die meisten in einem ungeschützten Umfeld. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle. Mehr zum Thema Herdenschutz, Wolfsschutz und Klimawandel.
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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