Bundesrat

Bundesrat knickt vor Artenschutz ein

Seriöse Naturschutzorganisationen der Schweiz lehnen das neue Jagdgesetz des Bundesrates ab. Der Artenschutz würde arg unter den neuen Bestimmungen leiden.

Aus Sicht der Umweltverbände darf es bei geschützten Arten nur Eingriffe geben, wenn der geplante Abschuss nachweislich zur Verhütung grosser Schäden beiträgt. Dass die Dezimierung von Beständen geschützter Arten auch ohne konkrete Schäden möglich sein soll, ist ein Rückschritt sondergleichen.

Insbesondere die Jagd auf den Wolf könnte nach dem Willen des Bundesrates künftig zu­nehmen: Der Beutegreifer soll in der Berner Konvention nicht mehr zu den streng geschützten Tierarten gehören. 

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Karte Uri

Uri: Volksinitiative gegen Wolf, Bär und Luchs

In Uri gibt es breiten Unmut gegenüber Wolf, Bär und Luchs. Eine Initiative, die vom Kanton Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren verlangt, ist am Mittwoch mit 3302 Unterschriften eingereicht worden. Nötig für das Zustandekommen sind 600 gültige Unterschriften.

Raphael Bissig, Geschäftsführer des Bauernverbandes Uri, bestätigte auf Anfrage eine Online-Meldung des „Urner Wochenblatt“. Das Initiativkomitee habe gehofft, dass es 2000 Unterschriften geben werde, sagte er. Mit dem Ergebnis sei man sehr zufrieden.