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Nicht nur der Zweite Weltkrieg begann in Europa. Ein weiteres beunruhigendes Ereignis, das bis in die Moderne andauerte, war die Tollwutepidemie. Die Krankheit wurde von Rotfüchsen übertragen und breitete sich auf Haustiere aus. Tollwut ist fast immer tödlich, auch für Menschen (sofern kein Impfstoff bereitgestellt wird).

Der skrupellose Missbrauch von Wildtieren zu Unterhaltungszwecken findet nicht nur in Asien, sondern auch mitten in Europa statt. Das belegen aktuelle Recherchen der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Ihr zugespieltes Material zeigt legale Touristenattraktionen in Deutschland, Spanien, Frankreich und Tschechien, die zum Teil vom Aussterben bedrohte Tiere ausstellen. Die Tierschützer fordern die betroffenen Länder auf, Wildtiere endgültig aus der Unterhaltungsindustrie zu verbannen. Touristen werden dazu aufgerufen, derartige Attraktionen zu meiden.

In Frankreich soll der Abschuss von 30.000 Turteltauben und 6.000 Großen Brachvögeln in der kommenden Jagdsaison genehmigt werden. Dieses Vorhaben kritisiert der NABU in einem Offenen Brief an die französische Umweltministerin Élisabeth Borne aufs Schärfste. „Es kann nicht sein, dass der Schutz von stark gefährdeten Vogelarten aufgeweicht wird“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die französische Regierung knickt offenbar vor der Jagdlobby ein, die im Wahlkampf Emmanuel Macron unterstützt hat.“ 

Indemini – Die französische Polizei mobilisierte eine Hundertschaft und das Spezialkommando GIGN (Spezialeinheit der französischen Gendarmerie mit dem Einsatzschwerpunkt der Terrorismusbekämpfung), um mehrere Hobby-Jäger aus dem Verkehr zu ziehen.

Nach der Entdeckung von verletzten und teils sterbenden Hirsche im Wald von Dreux (westlich von Paris) sind Agenten des Nationalen Jagd- und Naturamtes (ONCFS) einer Gruppe von Wilderern während mehreren Monaten auf der Spur gewesen.

Am Sonntag, den 17.9.2017, gegen 16:00 Uhr wurden von einem Schweizer Jäger in Arith (Savoie) in der Nähe von Genf vier Esel getötet. Ein fünfter Esel aus der Herde konnte fliehen.

Der 38-jährige Jäger aus der Romandie hatte die Esel kaltblütig in der Nähe eines Waldes erschossen. Der Jagdverband von Savoyen verurteilt die Tat und weigert sich, von einem „Jagd-Unfall“ zu sprechen.

Nach dem Verbrechen hat sich der Schweizer Jäger (Jäger, die ja so gut ausgebildet sind), aus dem Staub gemacht. Erst Stunden später meldete sich sein Bruder bei den Besitzern. Zwei Tiere starben sofort, die anderen zwei litten über mehrere Stunden und mussten euthanasiert werden.