Harry-Potter-Star klagt gegen Tierversuche an Eulen
Tierversuche an Eulen müssen aus dem amerikanischen Gesetz verbannt werden!
Schauspielerin Evanna Lynch, unter anderem bekannt aus Harry Potter, schliesst sich einer bahnbrechenden Klage von PETA USA gegen ein amerikanisches Bundesgesetz an.
Dieses ermöglicht es der Johns Hopkins University (JHU), tödliche Hirnversuche an Eulen durchzuführen. Zusammen mit einem leitenden JHU-Angehörigen und einem ehemaligen Gesundheitsminister aus Maryland klagen sie als sogenannte nächste Freunde („next friends“) der Vögel. In den steuerfinanzierten Experimenten werden die Vögel aufgeschnitten und getötet. Die Vögel sind wegen eines Schlupflochs, das der Bürgerrechts- und Tierschutzgegner Senator Jesse Helms 2002 entwarf, nicht durch das Bundesgesetz zum Tierschutz (AWA) geschützt.
PETAs Klage richtet sich gegen zwei Beamte des US-Landwirtschaftsministeriums, die dafür zuständig sind, das Tierschutzgesetz durchzusetzen. Sie zielt darauf ab, den Helms-Zusatz abzuschaffen. Die Klage verweist darauf, dass die amerikanische Verfassung es verbietet, Individuen oder Gruppen für eine durch den Kongress auferlegte Strafe auszusondern – wie beispielsweise die Todesurteile, die durch den Zusatz von Senator Helms verhängt wurden.
„Experimentatoren schneiden Schleiereulen den Schädel auf, setzen ihnen Elektroden ins Gehirn ein, fixieren sie, setzen ihnen Kopfhörer auf und zwingen sie, sich Geräusche anzuhören, um dann ihre Hirnaktivität aufzuzeichnen“, so Lynch im Vorfeld in einem Brief an die JHU, in dem sie das Ende der Experimente forderte. „Schließlich werden sie getötet, damit ihre Gehirne entfernt und untersucht werden können. Es kann keine ethische Rechtfertigung für eine solch groteske Tierquälerei geben.“
Ausserdem werden die Eulen bis zu 12 Stunden lang in Rückhaltevorrichtungen fixiert, die Augen aufgeklemmt und mit Geräuschen und Lichtern bombartiert – genau wie im Science-Fiction-Horrorfilm A Clockwork Orange . Nur für die Opfer ist die Folter real.
Sollte die Klage von PETA USA und Lynch erfolgreich sein, wären Abermillionen Mäuse, Vögel und andere bislang unfairerweise ausgeschlossenen Tiere, die in Versuchslaboren im ganzen Land leiden, besser geschützt.
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