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Tierwelt

EU-Parlament stimmt für Abschaffung von Tierversuchen

Das Europäische Parlament (EP) hat eine Resolution, mit der die Europäische Kommission aufgefordert wird, einen EU-weiten Aktionsplan für den aktiven Ausstieg aus der Nutzung von Tieren zu Versuchszwecken aufzustellen.

Redaktion Wild beim Wild — 15. September 2021

Der Plan soll Meilensteine und Ziele enthalten, um so Anreize hin zu tierfreien, menschenbasierten Methoden und weg von Tierversuchen zu bieten.

Dienststellenübergreifende Arbeitsgruppe gefordert

Das EP betonte, der Aktionsplan solle nicht in der Verantwortung einiger weniger liegen, sondern von einer auf hoher Ebene angesiedelten dienststellenübergreifenden Arbeitsgruppe erstellt werden.

Jedes Jahr werden in EU-Laboren fast 10 Millionen Tiere zu invasiven Experimenten verwendet, darunter Affen, Hunde, Katzen, Kaninchen, Mäuse und Ratten. An dieser enormen Grössenordnung hat sich in den vergangenen 10 Jahren kaum etwas verändert.

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Keine Luchsabschüsse im Wallis

Der Luchs ist genetisch am Limit, trotzdem soll er als erster Kanton der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden.

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Mit der Forderung nach einem EU-weiten Aktionsplan mit ambitioniertem Zeitrahmen und verschiedenen Meilensteinen setzt das EP ein klares Zeichen.

Meinungsumfragen zeigen, dass die Abschaffung von Tierversuchen für die Bürgerinnen und Bürger der EU Priorität hat: Fast drei Viertel (72 %) stimmen der Aussage zu, dass die Europäische Kommission verbindliche Ziele und Fristen zum Ausstieg aus Tierversuchen festlegen sollte.

«Die Abstimmung stellt einen historischen Moment für die Tierschutzbewegung dar. Endlich wurde die Forderung der Bürgerinnen und Bürger Europas, Tierversuche auslaufen zu lassen und zu einer humanrelevanten Wissenschaft überzugehen, gehört», so der Kommentar der NGOs.

Weitere Informationen

Die Wissenschaft entwickelt immer mehr hochmoderne tierfreie Modelle wie Organe auf Computerchips, stoffwechselbasierte Ansätze und Computermodelle. Diese bergen ein enormes Potenzial, Tiere zu ersetzen und gleichzeitig die Forschung zu verbessern.

Die amerikanische Environmental Protection Agency hat sich bereiterklärt, ihre Forderungen nach Säugetierstudien und die entsprechende Finanzierung bis 2025 um 30 % zu reduzieren und bis 2035 gar keine Studien an Säugetieren mehr zu verlangen und zu finanzieren.

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