25.09.2026, 09:29

Suchen

Kriminalität & Jagd

Noch ein Einzelfall: Hobby-Jäger erschiesst Rind

Ein Hobby-Jäger erschoss im Vogelsbergkreis ein weidendes Rind. Er behauptete, auf einen Waschbären gezielt zu haben. Ein weiterer Einzelfall.

Redaktion Wild beim Wild — 16. August 2023

Rind auf Weide im Vogelsbergkreis erschossen

Einem Medienbericht zufolge hat ein Hobby-Jäger am ersten Augustwochenende in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Vogelsbergkreis ein auf einer Weide grasendes Rind erschossen.

Der Hobby-Jäger erklärte gegenüber der Oberhessischen Zeitung, auf einen Waschbären gezielt und versehentlich im Hintergrund das Rind getroffen zu haben. Da er ohne ausreichenden Kugelfang geschossen habe, werde laut dem Landkreis nun die Jagdzulassung des Schützen geprüft.

PETA fordert Verbot der Hobby-Jagd

«Wie viele Lebewesen müssen noch verletzt werden oder sinnlos sterben, bevor die Hobby-Jagd endlich verboten wird?»

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA

Zahlreiche schwere Jagdunfälle

In den vergangenen Jahren sorgten bereits zahlreiche schwere Jagdunfälle für Empörung. Anerkannte Studien belegen, dass aus ökologischer Sicht keine Notwendigkeit für die Hobby-Jagd besteht. Die IG Wild beim Wild dokumentiert Jagdunfälle und Kriminalität systematisch.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →