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Indien: Uno-Artenschutzkonferez

Angesichts des raschen Rückgangs vieler Tierarten weltweit wollen Vertreter von mehr als hundert Staaten diese Woche über einen stärkeren Schutz bestimmter Spezies in Indien entscheiden.

Redaktion Wild beim Wild · 19. Februar 2020

Angesichts des raschen Rückgangs vieler Tierarten weltweit wollen Vertreter von mehr als hundert Staaten diese Woche über einen stärkeren Schutz bestimmter Spezies in Indien entscheiden.

Bei der 13. Uno-Konferenz über die Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) in der indischen Stadt Gandhinagar geht es umd den Schutz bedrohter Arten und um die Bewahrung wichtiger Lebensräume. Es wird erwartet, dass zehn Tierarten – darunter Asiatische Elefanten, Jaguare sowie mehrere Hai- und Vogelarten – neu in CMS-Schutzlisten aufgenommen werden. Kommen die Arten in die höchste Schutzliste, sollen die Mitgliedsländer das Töten dieser Tiere verbieten. Bei der zweithöchsten Liste sollten Länder für ihren Schutz zumindest mehr zusammenarbeiten.

Eine Million Tier- und Pflanzenarten werden Uno-Schätzungen zufolge in den kommenden Jahrzehnten aussterben. Tierschützer sagen, dass der Mensch für die genannten Arten eine grosse Gefahr sei – etwa durch Jagd und die Zerstörung von Lebensräumen.

Indien Uno-Artenschutzkonferez
Indien Uno-Artenschutzkonferez

Bei der Konferenz, die am kommenden Samstag (22. Februar) endet, sollen deshalb auch Massnahmen besprochen werden, die gefährliche Einflüsse menschlicher Aktivitäten auf wandernde Tiere verringern können. Dazu gehört künstliches Licht, das den Nachthimmel zunehmend erhellt und damit Verhaltensmuster verändern kann. Auch Probleme durch den Bau von immer mehr Strassen und Gleisen, die für wandernde Tiere gefährliche Hindernisse sein können, sollen besprochen werden.

Bei der Konvention vertreten sind 130 Staaten, darunter auch die Schweiz, fast alle Staaten Europas und Südamerikas sowie die meisten Staaten Afrikas – nicht dabei sind etwa die USA, China und Russland.

Joyce Msuya, stellvertretende Exekutivdirektorin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, sagte: «Angesichts der beispiellosen Krise des Artenverlusts ist 2020 ein wichtiges Jahr, um die Maßnahmen zum Schutz der Arten, zum Schutz der Ökosysteme und zu bedeutenden Fortschritten bei der Erreichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu verstärken.»

«Wir müssen jede Gelegenheit nutzen, die wir haben, und die CMS COP ist ein entscheidender Meilenstein, damit die biologische Vielfalt auf diesem Planeten gedeihen kann.» CMS COP13 wird neue Arten zum Schutz unter CMS hinzufügen und auch aufkommende Probleme und Bedrohungen angehen.

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