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In der Parallelwelt der sozialen Medien sind im Tod nicht alle gleich. Die herzzerreissende Geschichte einer schwangeren Elefantenkuh, die in Kerala starb, nachdem sie eine Fruchtbombe gegessen hatte, rührte unser kollektives Gewissen so sehr mehr als zum Beispiel die ebenso herzzerreissende Geschichten von Tausenden Wildschweinen mit dem gleichen Schicksal vor Ort.

Indien beheimatet nun drei Viertel der weltweiten Tigerpopulation. «Das gerade bekanntgegebene Ergebnis der Tigerzählung sollte jeden Inder und jeden Naturliebhaber glücklich machen», sagte Premierminister Narendra Modi und nannte die wachsende Zahl einen «historischen Erfolg». Damit biete das Land einen der sichersten und grössten Lebensräume für die bedrohten Grosskatzen.    

Affen im Haus, Affen in der Klinik. Affen im Gerichtssaal. Affen überall. In Indien gerät eine Affenplage zunehmend aus dem Ruder. Sogar am höchsten Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi schlagen die Juristen die Hände über dem Kopf zusammen: „Bis ihr einen Plan habt, werden die Affen die Kontrolle in Delhi übernommen haben“, kritisierten die Richter kürzlich die Behörden.

Nach Tuberkulosemeldungen über die bei Amber Fort (Indien) eingesetzten „Reitelefanten“ appelliert PETA an alle Reisenden, Kontakt zu den Tieren zu meiden, das Gebiet nicht zu besuchen und grundsätzlich nicht auf Elefanten zu reiten. Tuberkulose (TB) ist hochgradig ansteckend und kann von Elefanten auf den Menschen übertragen werden. PETA India hat sich in einem Schreiben an das indische Ministerium für Gesundheit und Familie gewandt und darum gebeten, die Regierung von Rajasthan aufzufordern, die infizierten Elefanten unter Quarantäne zu stellen. Ausserdem müssten die Tiere umgehend tiermedizinisch versorgt und alle bisher nicht getesteten Elefanten, die zum menschlichen Kontakt gezwungen werden, sofort auf TB untersucht werden.

PETA India veröffentlicht heute die Ergebnisse ihrer Ermittlungen bei neun aktuellen Stierrennen in Indien, den sogenannten Jallikattu. Wie die Aufnahmen beweisen, wurden bei diesen Veranstaltungen Bullen gequält und Menschenleben gefährdet. PETA India beabsichtigt, die Ergebnisse dieser Untersuchungen beim Obersten Gerichtshof Indiens einzureichen. Damit will die Tierrechtsorganisation ihren laufenden Fall unterstützen, mit dem sie sich dafür einsetzt, die verfassungsrechtliche Gültigkeit des sogenannten „Prevention of Cruelty to Animals (Tamil Nadu Amendment) Act, 2017“, nach dem die Jallikattu im indischen Bundesstaat Tamil Nadu zugelassen sind, anzufechten. Die im Zeitraum vom 14. bis 28. Januar 2018 bei Veranstaltungen in vier Distrikten des Bundesstaates festgestellten Tierquälereien dokumentierte PETA India detailliert in Form eines Berichts sowie mithilfe von Foto- und Videoaufnahmen.