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Umwelt & Naturschutz

Der Goldschakal erobert Westeuropa

Der Goldschakal, mag wie eine exotische Kreatur aus einem weit entfernten Land erscheinen, aber die Art hat ihr Verbreitungsgebiet plötzlich auf Westeuropa ausgedehnt.

Redaktion Wild beim Wild — 2. Oktober 2024

Der Goldschakal ist viel kleiner als der Wolf, aber grösser als der Fuchs und konkurriert mit beiden Arten um Nahrung und Territorium.

Die Tiere wurden bis nach Finnland und Norwegen gefunden und haben jetzt auch Spanien erreicht.

Genetische Untersuchungen zeigen, dass die untersuchten Schakale mindestens 1’200 km von ihrem ursprünglichen Zuhause entfernt waren, manchmal sogar doppelt so weit. Dies ist vergleichbar mit Wölfen, die sich neue Gebiete suchen.

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Der Grund für die Ausbreitung der Schakale in ihrem angestammten Territorium, das als Eurasien bezeichnet wird, scheint der Klimawandel zu sein. Sie sind in Indien weit verbreitet und kommen in den baltischen Staaten vor und es gibt eine Population in Österreich.

Finnland oder Spanien hat beschlossen, dass der Schakal als einheimische Art eingestuft und geschützt werden sollte, da er nicht eingeschleppt, sondern auf natürliche Weise eingewandert ist. Er ist somit kein Neozoe.

Es ist klar, dass Schakale auch in der Schweiz gut gedeihen und dazu beitragen könnten, die Hirschpopulation unter Kontrolle zu halten. Allerdings werden sie immer wieder von Hobby-Jägern erschossen, weil sie mit einem Fuchs verwechselt werden. Sie gelten hierzulande, anders als in Österreich, als geschützt.

Schakale leben in Paaren und haben manchmal „Helfer“. Das sind die Jungen des letzten Jahres, die bei ihren Eltern bleiben und bei der Jagd und der Aufzucht des nächsten Wurfes helfen. Schakale halten sich von Menschen fern und sind hauptsächlich nachtaktiv.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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