Zweiter in diesem Jahr geborener Jungwolf abgestürzt
In Graubünden ist oberhalb der Trinser Alp am Piz Mirutta schon wieder ein Jungwolf in steilem, felsdurchsetztem Gelände abgestürzt und seinen Verletzungen erlegen.
Jungwolf
In Graubünden ist oberhalb der Trinser Alp am Piz Mirutta schon wieder ein Jungwolf in steilem, felsdurchsetztem Gelände abgestürzt und seinen Verletzungen erlegen.
Es ist schon das zweite halbjährige Tier, das diesen Herbst abstürzte und verstarb.
Der Kadaver des jungen Wolfes wurde von einer Privatperson entdeckt und umgehend der Wildhut gemeldet. Gemäss dem Verwesungsgrad war das Tier bereits mehrere Tage tot. Der Jungwolf stürzte fast am gleichen Ort ab, wie der erste Jungwolf rund zwei Wochen zuvor.
Gab eine Schafherde Ausschlag fürs Unglück?
Auf der Alp befinde sich eine grosse Schafherde, die trotz Herdenschutz womöglich «eine gewisse Anziehungskraft» auf die Wölfe ausübe, sagte Adrian Arquint, Vorsteher des Amtes für Jagd und Fischerei. Das Gelände um die Alp sei sehr steil und ein Felsband ziehe sich durch den Absturzhang.
Ein unerfahrener Jungwolf könne da beim Hochklettern in Panik geraten und abstürzen, sagte Arquint. Dennoch sei es kein alltäglicher Fall, dass gleich zwei Tiere in so kurzer Zeit abstürzten.
Bei beiden Tieren ist noch unklar, ob sie zum Calandarudel gehören. Genanalysen sollen Klarheit schaffen. Wie der erste wird auch der zweite tote Wolf dem pathologischen Institut der Universität Bern übergeben. Mehr zu Wildtieren.
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