In dem Video ist zu sehen, wie die Tiere auf grausame Weise geschlagen werden.
Sie werden ohne Schutz vor den Wetterbedingungen angebunden und im Schlachthaus getötet, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, Touristen zu transportieren.
Kamele, die von der marokkanischen Tourismusindustrie ausgenutzt werden, werden gnadenlos geschlagen, ohne Schatten angebunden und geritten, bis ihre Körper zusammenbrechen, so Jason Baker, Senior Vice President von PETA Asien. PETA fordert Reisende auf, ihr Geld nicht für diese grausamen und tödlichen Machenschaften auszugeben und niemals auf Tieren in Marokko oder anderswo zu reiten.
Petition
Keine Luchsabschüsse im Wallis
Der Luchs ist genetisch am Limit, trotzdem soll er als erster Kanton der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden.
Das erschütternde Video zeigt Kamele, die mitten in einem heftigen Sandsturm an kurzen Seilen und ohne Schutz angebunden sind. Die Tiere werden gezwungen, den ganzen Tag in der sengenden Hitze Touristen auf ihren Rücken zu tragen. Zu sehen ist auch ein Mann, der wiederholt mit einem langen Stock auf ein angebundenes Kamel einprügelt, während dieses versucht, den Schlägen auszuweichen. Ein Reitveranstalter erzählte den Ermittlern, dass die Tiere – die bis zu 40 Jahre alt werden können – nur etwa fünf Jahre lang «genutzt» werden. Anschliessend werden sie getötet oder als Fleisch verkauft.
Tierleid auch in Ägyptens Tourismusindustrie aufgedeckt
Frühere Recherchen von PETA Asien zu Kamel- und Pferdebetrieben in Ägypten ergaben ähnliche Bilder. Die Tiere wurden blutig geschlagen und gezwungen, bei starker Hitze ohne Schatten oder Wasser Touristen zu tragen sowie Kutschen zu ziehen. Sie wurden wie Müll entsorgt oder im Schlachthof getötet, wenn sie zu alt, krank oder verletzt waren, um noch «nützlich» zu sein. Airbnb und viele andere Unternehmen haben sich nach den Recherchen von PETA Asien bereit erklärt, keine Tierfahrten bei den Pyramiden von Giseh mehr zu bewerben oder zu verkaufen.
Ägypten: Erste Erfolge nach den Recherchen
Im ägyptischen Vergleichsfall zeigen die Recherchen inzwischen Wirkung. An den Pyramiden von Giseh ist ein tierfreies Elektrobus-System in Betrieb gegangen, das Besucher über das Gelände bringt, ohne dass Kamele oder Pferde eingesetzt werden müssen. Das ägyptische Tourismusministerium hat zudem ein Programm zum Schutz der Tiere an archäologischen Stätten aufgelegt. Die Betreiber der Kamel- und Pferderitte wehren sich gegen die Umstellung, weil die Busse den Besuch der Stätte ohne Tierritte ermöglichen. Auch die Liste der Reiseunternehmen, die nach Gesprächen mit Tierschutzorganisationen keine Tierritte an den Pyramiden mehr bewerben, ist gewachsen und umfasst neben Airbnb heute unter anderem auch Klook, Marriott und Travel Republic. Für Marokko steht ein vergleichbarer Schritt bislang aus. Wer tierfreundlich reisen will, findet in unseren tierfreundlichen Reisetipps konkrete Alternativen.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.
LASS UNS IN VERBINDUNG BLEIBEN!
Wir möchten dir gerne die neuesten Neuigkeiten und Angebote im Newsletter zukommen lassen.