Schwyz: Grosskontrolle bei Hobby-Jägern sorgt für Unmut
Kapo Schwyz und Wildhut prüfen Patente, Jagdzeiten und Waffen. Weitere unangekündigte Kontrollen sind vorgesehen.
«Wer kontrolliert wen»
Am Freitag, 4. September 2026, hat die Kantonspolizei Schwyz zusammen mit der Wildhut grossflächige Jagdkontrollen durchgeführt.
Kontrolliert wurde im Raum Muotathal sowie gleichentags in Einsiedeln und in der Ausserschwyz.
Laut Polizeisprecher Roman Gisler lag der Fokus auf der Einhaltung der Jagd- und Wildschutzgesetzgebung. Überprüft wurden unter anderem die Gültigkeit der Patente, die Einhaltung der Jagdzeiten, die Abschusskontingente sowie die Fahrzeuge der Hobby-Jäger. Auch die korrekte Handhabung von Waffen stand im Fokus.
Ein Hobby-Jäger mit über 50 Jahren Erfahrung kritisierte das Vorgehen gegenüber dem «Boten der Urschweiz». Er erklärte, er sei von drei Polizisten «gefilzt worden wie ein Schwerverbrecher», und bezeichnete die Kontrolle als Schikane.
Die Kantonspolizei erklärte gegenüber dem «Boten», sie habe Verständnis für den Ärger. Die gesetzlichen Vorgaben gelten jedoch für alle. Solche Kontrollen würden regelmässig und unangekündigt in verschiedenen Gebieten durchgeführt; weitere Einsätze seien vorgesehen.
Zu den Ergebnissen der Grosskontrolle, etwa zur Zahl der überprüften Personen, zu Beanstandungen oder zu möglichen Anzeigen, wurden bisher keine öffentlichen Angaben bekannt.
Der Kanton Schwyz ist als jagdpolitischer Schwerpunkt seit Längerem dokumentiert. Zur Vorgeschichte von Wilderei, verbotenen Jagdmitteln und strafrechtlich verfolgten Delikten siehe Kanton Schwyz: Eldorado für Jagdverbrechen. Eine weitergehende Einordnung bietet der Beitrag Psychologie der Hobby-Jagd im Kanton Schwyz. Zum Ausbau der Hobby-Jagd und zur Einbindung von Hobby-Jägern in die Regulation von Beutegreifern siehe Schwyz revidiert Jagdverordnung und Kanton Schwyz: Vergiftete Steinadler, erschossene Lamas, illegale Wolfsfallen.
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