Hobby-Jäger schaffen Tötungsgelegenheiten
Ein Metzger wird für das Töten von Tieren bezahlt. Ein Hobby-Jäger hingegen bezahlt dafür, dass er in seiner Freizeit Tiere töten kann.
Hobby-Jäger fordern Tötungsgelegenheiten
Kaum sind ein paar Exemplare Luchs oder Wolf im Land, sind die Hobby-Jäger schon wieder überfordert. Lautstark fordern sie landauf landab per Revisionen der Jagdgesetze Tötungsgelegenheiten.
Im Urzustand, also dort, wo der Hobby-Jäger das Leben und die Biodiversität in der Natur nicht durcheinander gebracht hat, sind Wildbestände vorhanden, die sich dynamisch anpassen. Beutegreifer, harte Winter usw. sorgen dafür, dass keine Massenvermehrung eintritt. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle.
Hobby-Jagd gibt vor, etwas zu sein, was es gar nicht ist. Wer sinnlos tötet, schützt nicht und der zivilisierten Gesellschaft nützt es nichts.
Jägerlatein und Müllbiologie
Dennoch nennen sich Hobby-Jäger Tier- und Naturschützer. Viele früher hier heimische Tierarten sind immer noch ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, und das nach hundert Jahren waidmännischer Hege. Wenn Hobby-Jäger von wildbiologischen Zusammenhängen reden, handelt es sich in Wirklichkeit um Jägerlatein und Müllbiologie.
«Waidgerecht» hat auch nichts mit Tierschutz zu tun. Die Waidgerechtigkeit der Hobby-Jäger widerspricht diametral dem Tierschutzgesetz.
Hobby-Jäger schaffen keinen Lebensraum für Wildtiere, sondern Tötungsgelegenheiten für sich.
IG Wild beim Wild
Hobby-Jäger machen das Wild scheu
Gemäss wissenschaftlichen Untersuchungen in Österreich waren es zu 94 % aller Fälle Hobby-Jäger, welche Wildtiere zur Flucht veranlassen, 2 % Forstarbeiter und nur zu 4 % Erholungssuchende. Es sind also die Hobby-Jäger, die das Wild scheu machen. Reh und Rothirsch sind ursprünglich keine Waldtiere, sondern tagesaktiv in der offenen Landschaft beheimatet. Das Genfer Modell zeigt seit 1974, dass professionelles Wildtiermanagement ohne Hobby-Jagd funktioniert.
| Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan. |
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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