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Chinas wandernde Elefanten sind fast zu Hause

Die Elefantenherde welche Mitte März 2020 ein Naturreservat in der Provinz Yunnan verliess, um nach Norden zu marschieren, steht kurz vor der Rückkehr.

Redaktion Wild beim Wild — 14. September 2021

Die wandernde Herde von vierzehn wilden Elefanten befindet sich wieder in der Nähe ihres Naturreservates.

Im März 2020 verliess die Herde ihre Heimat und liess sich in einem geschützten Lebensraum in der Stadt Pu’er nieder. Im April dieses Jahres verliessen 15 der Elefanten Pu’er und legten 1300 km durch die Provinz Yunnan zurück.

Die Herde begann ihre Reise mit 16 Mitgliedern, von denen jedoch drei ausschieden, während zwei Kälber unterwegs geboren wurden. Im Juni trennte sich ein Elefantenbulle von der Gruppe und wanderte allein weiter.

Im Juli wurde der Elefantenbulle mit einem Beruhigungspfeil betäubt, in einen Käfig auf der Ladefläche eines Lastwagens gehoben und zurückgebracht.

Um die Reise der Elefanten zu sichern, setzten die örtlichen Behörden Lastwagen, Arbeiter und Drohnen ein, um die Elefanten rund um die Uhr zu überwachen, räumten Strassen, damit sie sicher passieren konnten, und lockten sie mit Futter von bewohnten Gebieten weg.

Auf ihrer Reise durchquerte sie acht Landkreise der Provinz Yunnan. Im Juni erreichte sie schliesslich die Aussenbezirke von Kunming, der Provinzhauptstadt mit rund 8 Millionen Einwohnern.

Nach Angaben von CCTV befindet sich die Herde jetzt nach 18 Monaten im autonomen Kreis Mojiang Hani, etwa 103 km von Xishuangbanna ihrem ursprünglichen Naturreservat entfernt.

Es ist nicht klar, warum die Wildtiere ihren ursprünglichen Lebensraum verlassen haben, aber der Platz, der für Chinas letzte einheimische Elefanten zur Verfügung steht, ist im Laufe der Jahre geschrumpft. Asiatische Elefanten leben hauptsächlich in tropischen Wäldern.

Die Zahl der wildlebenden Elefanten in China hat sich in den letzten drei Jahrzehnten auf über 300 verdoppelt, aber ihr Lebensraum ist im gleichen Zeitraum um fast zwei Drittel geschrumpft.

Asiatische Elefanten stehen in China unter staatlichem Schutz erster Klasse und werden von der Roten Liste der bedrohten Arten der International Union for Conservation of Nature als gefährdet eingestuft.

Die Menschen zerstörten die Tropenwälder von Xishuangbanna, um Bananen-, Tee- oder Kautschukplantagen anzulegen oder um lukrative Rohstoffe für die traditionelle chinesische Medizin zu pflanzen.

Die sichere Rückkehr der Herde von ihrer Reise sei «sehr bedeutsam«, hiess es in einer am Freitag von der Zentrale veröffentlichten Mitteilung. «Sie gibt uns die Möglichkeit, mehr über die Elefanten zu erfahren, und zeigt auch Chinas Entschlossenheit, ein umweltfreundliches Land aufzubauen.

Historisch gesehen lebten die Asiatischen Elefanten in vielen Teilen des Landes. Wanderungen liegen in ihrer Natur. Sie helfen der Art, ihr Territorium zu erweitern und ihren Genpool durch die Paarung mit verschiedenen Gruppen zu verbessern.

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