Warum genau ein Welttag gegen die Jagd?
Am 11. November ruft die Initiative IG Wild beim Wild zum Welttag gegen die Jagd auf, einem Tag, der nicht nur symbolisch ist, sondern Handeln verlangt.
Warum ist die Hobby-Jagd heute problematisch und was kann jeder Einzelne an diesem Tag (und darüber hinaus) tun, um nachhaltig ein Zeichen zu setzen?
- Die Hobby-Jagd wird von vielen Verfechtern als Tradition, Naturpflege oder Wildbestandsregulierung dargestellt. Doch die Realität zeigt andere Facetten: So argumentieren Tierschutzorganisationen, dass viele Tiere durch die Hobby-Jagd unnötig leiden, nicht nur die getöteten, sondern auch Verwundete, die nicht sofort sterben.
- Die IG Wild beim Wild macht klar, dass dieser Tag gegen die Hobby-Jagd gerichtet ist.
- Zudem verweist die Debatte auf ethische Fragen: Inwieweit darf das Töten von wild lebenden Tieren zur Freude oder als Hobby legitim sein, wenn wir gleichzeitig Biodiversität und Tierwohl als Werte im Tierschutzgesetz vertreten? Themen wie das Recht der Tiere auf Leben, Respekt vor ihrer Existenz und die Störung von Ökosystemen stehen dabei im Raum.
Der Welttag am 11. November liefert somit einen Anlass, kritisch zu reflektieren, Sichtweisen auszutauschen und konkrete Alternativen sichtbar zu machen.
Was kann jeder an diesem Tag tun?
Hier eine Liste von Aktivitäten – von kleinen Gesten bis zu öffentlich sichtbaren Aktionen:
- Informieren & Teilen
- Lies den Aufruf der IG Wild beim Wild zum 11. November.
- Teile Beiträge in den sozialen Medien mit Hashtags wie #WelttagGegenDieJagd, #StopHobbyJagd oder #WildlifeNotTrophy.
- Organisiere einen kleinen Film- oder Diskussionsabend mit Freunden oder Familienmitgliedern zum Thema Jagd, Tierwohl und Biodiversität.
- Öffentliche Präsenz zeigen
- Trage an dem Tag ein auffälliges Kleidungsstück oder einen Sticker mit einer Botschaft gegen die Jagd (z. B. „Wildleben statt Trophäe“) beim Spaziergang oder Treffen.
- Fotografiere einen Waldspaziergang oder ein Wildtier im natürlichen Lebensraum, poste es mit einer kurzen Erklärung, warum der Welttag wichtig ist.
- Vereinbare gemeinsam mit anderen einen kleinen Spaziergang/Run/Walk durch Wald oder Naturgebiet sichtbar, in Farbe oder mit Plakat als stille Mahnwache gegen die Hobby-Jagd.
- Vor Ort aktiv werden
- Erkundige dich, ob in deiner Region (z. B. Schweiz/Kanton) eine lokale Aktion oder Kundgebung stattfindet (z. B. organisiert von Tierschutz- oder Naturschutzvereinen).
- Besuch ein Natur‐ oder Wildtierreservat und empfehle dort freiwillige Mitarbeit oder eine Spende, damit Lebensräume geschützt werden, ohne auf die Hobby-Jagd als „Regelung“ zu setzen.
- Mit Landwirten oder Forstbetrieben ins Gespräch kommen: Wie sieht nachhaltiger Wildtierbestandsschutz ohne Hobby-Jagd aus? Welche alternativen Strategien gibt es?
- Politisch und strukturell wirken
- Schreib eine kurze E-Mail oder einen Brief an deine Gemeindeverwaltung oder das zuständige Umweltamt mit der Bitte um Transparenz- und Beteiligungsmöglichkeiten bei Jagdvergabe und Wildtiermanagement.
- Unterstütze Organisationen, die sich gegen Hobby- und Sportjagd einsetzen, entweder durch Mitgliedschaft, Spende oder aktive Mitarbeit.
- Recherchiere die Jagdregelungen in deinem Kanton/Land (z. B. Abschussquoten, Nutzung von Fallen, Wildschäden) und publiziere oder teile deine Erkenntnisse im Netz, Transparenz schafft Druck.
- Langfristige Verhaltensänderungen
- Überdenke deine Konsumgewohnheiten: Beziehst du wildes „Jagdfleisch“ oder Produkte, die mit Jagd verbunden sind (Geweihe, Trophäen)? Setze auf Alternativen.
- Engagiere dich in Bildung: Ermutige Schulen, Umweltgruppen oder Jugendorganisationen dazu, Module oder Ausflüge zum Thema Wildtierschutz ohne Jagd anzubieten, damit die nächste Generation differenziert denken kann.
- Werde Teil eines Netzwerks: Vernetze dich mit Leuten, die Wildtierfotografie, Naturbeobachtung oder Citizen Science betreiben. Statt Hobby-Jäger wird hier das Staunen und Beobachten gefördert.
Warum gerade am 11. November?
Der Tag wurde ausdrücklich von IG Wild beim Wild als Aktionstag deklariert, um jährliche Sichtbarkeit zu schaffen. Er ist zugleich ein Gegenpol zur Jagdsaison-Routine vielerorts, ein Moment der Besinnung statt der Treibjagd. In Zeiten, in denen Biodiversitätsverlust und Lebensraumzerstörung historische Masse erreichen, wirkt die Hobby-Jagd als Symbol für veraltete Naturverständnisse: die Natur als Ressource, die kontrolliert und von Menschen gelenkt wird, statt sie in ihrer Autonomie zu respektieren.
Jagd ist nicht einfach „Teil der Kultur“ und „Naturpflege“, wie häufig argumentiert wird. Vielmehr wirft sie fundamentale Fragen auf: Wer entscheidet über Leben und Tod in der Wildnis? In welcher Rolle sehen wir uns gegenüber nichtmenschlichem Leben? Und welche Alternativen gibt es, wenn wir nicht länger die Hobby-Jagd als Allheilmittel im Wildtiermanagement akzeptieren?
Der Welttag gegen die Jagd am 11. November bietet eine Gelegenheit, diese Fragen laut und öffentlich zu stellen und sichtbar zu sein. Es reicht nicht, über Naturerhalt zu reden, wir müssen handeln. Jede kleine Geste, jede bewusste Entscheidung, jedes Gespräch zählt.
Mach mit: Zeige an diesem Tag deine Stimme, für eine Wildnis ohne Freizeitkiller, für ein Leben der Tiere im Wald, das nicht von Kugeln bedroht ist. Nicht nur für den 11. November – aber gerade an diesem Tag mit extra Sichtbarkeit.















Naturkatastrophe Hobby-Jäger
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz. Die Auftragskiller schaffen seit Jahrzehnten ein ökologisches Ungleichgewicht in der Kulturlandschaft mit teils dramatischen Folgen (Schutzwald, Krankheiten, landwirtschaftliche Schäden u. v. m.). Über ein Drittel der Pflanzen, Wildtiere und Pilzarten gilt als bedroht. Die Schweiz ist europaweit beim Ausscheiden von Schutzflächen für die Biodiversität ebenfalls Schlusslicht. Es sind genau immer auch diese Kreise aus Hobby-Jägern mit ihrer Lobbyarbeit, die über die Politik, Medien und Gesetze seit Jahrzehnten dafür verantwortlich zu machen sind. Sie sind es, die zeitgemässe, ethische Tierschutzverbesserungen notorisch blockieren und den seriösen Tier- und Artenschutz sabotieren. Hobby-Jäger wehren sich regelmässig gegen mehr Nationalpärke in der Schweiz, weil es ihnen eben nicht um Natur, Biodiversität und Artenschutz oder Tierschutz geht, sondern darum, ihr perverses, blutiges Hobby zu pflegen.
Wussten Sie …
- dass in der Schweiz unschuldige Jungwölfe liquidiert werden?
- dass Hobby-Jäger bei der Beurteilung der Wildbretqualität lügen und dass verarbeitetes Wildfleisch laut der WHO wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend ist?
- dass laut Studie nirgendwo die Bleibelastung der Steinadler und Bartgeier höher ist, als in den Schweizer Alpen, wegen der Munition der Hobby-Jäger?
- dass die Waidgerechtigkeit der Hobby-Jäger dem Tierschutzgesetz diametral widerspricht, eine Fata Morgana ist?
- dass Jagd Krieg ist, wo man tierische Konkurrenten einfach liquidiert?
- dass es unzählige illegale und nicht gekennzeichnete Hochsitze in unserer Natur gibt, die zum Teil so morsch sind, dass sie eine Gefahr für Kinder darstellen, Menschen zu Tode kommen können?
- dass Jahr für Jahr unzählige Menschen durch Jägerwaffen getötet oder verletzt werden, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden?
- dass in der Schweiz jährlich rund 120’000 völlig gesunde Rehe, Hirsche, Füchse, Murmeltiere und Gämsen meist sinnlos gekillt werden?
- dass es wegen der Hobby-Jäger heute kaum mehr möglich ist, mit den Wildtieren in Harmonie zu leben, Wildtiere zu sehen?
- dass Schrotladungen Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und “geschossenen” Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die Nachsuche hinterlassen?
- dass die Behauptung der Hobby-Jäger, die grausamen Wildtier-Massaker seien notwendig, um Tierbestände zu regulieren, wissenschaftlich widerlegt sind?
- dass Hobby-Jäger offen zugeben, dass es bei der Jagd um die “Lust am Töten” und “die Freude am Beute-Machen” einer krankhaften Passion geht?
- dass Hobby-Jäger keinen sechsten Sinn haben und dennoch regelmässig behaupten, sie schössen nur kranke und schwache Tiere, was natürlich in der Praxis nicht stimmt?
- dass Hobby-Jäger ins Ausland zur Trophäenjagd fahren, fern aller Arten- und Jagdschutzbestimmungen, und dass es sogar Schweizer-Hobby-Jäger-Reiseveranstalter für solch debile Jagdvergnügen gibt?
- dass die überwiegende Mehrheit keine legitimierten Berufsjäger sind, sondern die Jagd als Hobby-, Sport- und Freizeitvergnügen ausüben, was nicht sittlich ist und eigentlich dem Tierschutzgesetz widerspricht?
- dass 99,07 % der zivilisierten Menschen in der Schweiz keine Hobby-Jäger sind, also nur 0,3 % Hobby-Jäger Freude an diesen blutigen Aktivitäten haben?
- dass diese Wildtierkiller nicht anhand wissenschaftlicher Rechtfertigungen jagen?
- dass geschützte Arten eigentlich nicht ins Jagdrecht gehören, weil Hobby-Jäger mit dem Artenschutz überfordert sind und immer wieder auf der Roten Liste stehende Tiere, wie Luchs, Wolf, Feldhase, Rebhuhn, Wachtel, usw., aus Spass abschiessen?
- dass Hobby-Jäger bestimmte Tierarten gezielt dezimieren, um keine Konkurrenz zu haben, für ihr widernatürliches Verhalten (Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögel, usw.)?
- dass das Wild stirbt, bevor der Hobby-Jäger auch nur einen einzigen Schuss abgeben kann, es dies zu verhindern gilt und das wohl der zentrale Gedanke der Hege und Pflege sowie Jagdplanungen ist?
- dass bei den Wildschweinen (und Füchsen) normalerweise nur die Leitbache Junge bekommt, aber aufgrund ihres Abschusses alle weiblichen Tiere innerhalb der Rotte sich fortpflanzen und wir auch deshalb eine Wildschweinschwemme haben?
- dass die Weidetiere – Hirsche, Rehe, usw. – ursprünglich hauptsächlich tagaktiv auf Feldern und Wiesen lebten, wie Ziegen, Schafe, Kühe, usw., und nicht im Wald?
- dass der Wolf für die Gesunderhaltung der wilden Huftiere langfristig lebenswichtig ist, weil er zum Beispiel mit unglaublicher Präzision kranke oder schwache Tiere erbeutet und dadurch den Hobby-Jägern hoch überlegen ist?
- dass Füchse nach der sinnlosen Jagd meist im Abfall landen?
- dass Füchse heute hauptsächlich gejagt werden, damit es mehr Hasen, usw. für die Hobby-Jäger in der Bratpfanne hat? Dass sich der Fuchs aber zu über 90 % nicht von Hasen ernährt, einen gesunden Hasen nie erwischt?
- dass man gegen Hobby-Jäger im Tierschutz nicht nur mit Sanftmut, Strassenfesten, Gebetsketten, usw. vorgehen kann (auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil)?
- dass Hobby-Jäger mit dem Jägerlatein eine respektlose Verhöhnung von Lebewesen betreiben?
- dass es verpönt ist, Hochwild an der Fütterung oder während der Paarungszeit zu erschiessen, der Hobby-Jäger aber keine Skrupel hat, dies beim Beutekonkurrenten Fuchs zu tun?
- dass in manchen Kantonen Hobby-Jäger nur des zarten Fleisches eines Jungtieres wegen auf die Jagd gehen?
- dass Hobby-Jäger trächtige Mutterkühe vor ihren Jungtieren erschiessen oder nur Jungtiere während der Aufzuchtzeit (Nach-Sonderjagd)?
- dass Hobby-Jäger die Umwelt, Natur, Mensch und Tier mit ihrer Munition vergiften?
- dass Bestialität, Barbarei, Grausamkeit, Blutvergiessen und sinnlose Qualen kein Kulturgut sein können in einer zivilisierten Gesellschaft?
- dass Hobby-Jäger jährlich rund 10’000 Rehkitze erschiessen?
- dass Hobby-Jäger im strengen Winter hungernde Tiere mit Futter anlocken, nur um sie hinterhältig und feige erschiessen zu können?
- dass Hobby-Jäger scharf gemachte Hunde in Höhlen hetzen, um Füchse und Dachse zu eliminieren (Baujagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Lebewesen in Kastenfallen locken, in denen sie unter Umständen tagelang leiden und auf ihren Killer warten müssen oder den Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten (Fallenjagd)?
- dass Hobby-Jäger friedliche Wildtiere beim Schlafen oder Sonnen feige mit hochmodernen Präzisionswaffen aus dem Hinterhalt meucheln oder verletzen?
- dass Hobby-Jäger Auszeichnungen, Fellmärkte, Preisverleihungen für den Trophäenkult, Trophäenschauen, Pelzhandel, usw. unterstützen?
- dass Hobby-Jäger minderjährigen Schulkindern Schusswaffen in die Hände drücken und mit ihnen das Töten üben?
- dass Hobby-Jäger ihre qualvollen Taten oft in der Einsamkeit ausführen, was Tierquälereien fördert?
- dass Hobby-Jäger viele Wildtiere nur schwer verletzen und die Opfer oft stundenlang unter enormen Qualen und Angst leiden, bis ein Schweisshund sie findet und sie erschossen werden?
- dass Hobby-Jäger (ausser der Vivisektion) den Tieren am meisten Qualen und Missbrauch zufügen, auch durch die Art des Tötens?
- dass die jägerliche Tier- und Naturliebe sich nicht am Dasein des geliebten Objekts erfreut, sondern vielmehr darauf abziehlt, das geliebte Wesen mit Haut und Haar zu besitzen, und darin gipfelt, es durch den Akt des Tötens zur Beute zu machen?
- dass Hobby-Jäger Verbissschäden geradezu fördern durch den Jagddruck, insbesondere auf Beutegreifer wie Fuchs, Luchs und Wolf?
- dass Hobby-Jäger für asoziales, unethisches und unchristliches Verhalten Tür und Tor öffnen?
- dass Hobby-Jäger der Bevölkerung normale natürliche Tierbeobachtungen und Interaktionen vorenthalten?
- dass es kein grösseres und mit Munition verseuchtes Quälprodukt gibt als Wildbret?
- dass es schweizweit keine einheitliche Regelung gibt, was Sehtest, Schiesspraxis, usw. der Hobby-Jäger betrifft?
- dass es keinen psychologischen Wesenstest für Hobby-Jäger gibt?
- dass es kein Alkoholverbot gibt für Hobby-Jäger, wenn sie mit ihren Waffen auf Tiere schiessen?
- dass Hobby-Jäger in schulische Einrichtungen eindringen, um ihr Jägerlatein und ihre Gewalt den Kindern aufzuschwätzen?
- dass ein Gericht in Bellinzona unlängst bestätigt hat, dass Jagdvereine praktisch alles, was grausam, unnötig und herzlos ist, fördern?
- dass der Verein «Jagd Schweiz» in erster Linie Respektlosigkeit und eine Gewaltkultur kultiviert – genau das Gegenteil, wonach ein kultivierter Mensch in unserer Gesellschaft streben sollte.
- dass allein im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und Bussen gegen Hobby-Jäger verhängt werden?
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