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Tierwelt

Erster Kaiserpinguin Australiens: Die Geschichte von Gus

Erster Kaiserpinguin, der Australien erreicht hat, an einem Touristenstrand gefunden.

Redaktion Wild beim Wild — 12. November 2024

Ein Kaiserpinguin, der weit entfernt von seiner antarktischen Heimat an der australischen Südküste unterernährt aufgefunden wurde, wird von einem Wildtierexperten betreut.

3’500 Kilometer von der Heimat entfernt

Das erwachsene Männchen wurde am 1. November an einem beliebten Touristenstrand in der Stadt Denmark im gemässigten Südwesten Australiens gefunden – etwa 3’500 Kilometer nördlich der eisigen Gewässer vor der antarktischen Küste, heisst es in einer Erklärung des Ministeriums für Biodiversität, Naturschutz und Attraktionen des Bundesstaates Westaustralien.

Die grösste Pinguinart sei noch nie in Australien gesehen worden, sagte Belinda Cannell, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der University of Western Australia, obwohl einige Exemplare Neuseeland erreicht hätten, das fast vollständig weiter südlich liegt als Westaustralien.

Cannell sagte, sie habe keine Ahnung, warum der Pinguin nach Denmark gereist sei. Auf diesem vom Department of Biodiversity, Conservation and Attractions zur Verfügung gestellten Foto steht ein männlicher Kaiserpinguin, genannt Gus, am 1. November 2024 an einem Strand in der Nähe von Denmark, Australien, Tausende von Kilometern von seinem normalen Lebensraum in der Antarktis entfernt.

Rehabilitation im fremden Klima

Cannell berät die Seevogel-Rehabilitatorin Carol Biddulph, die sich um den Pinguin kümmert und ihn mit einem kühlen Wassernebel besprüht, um ihm zu helfen, mit dem fremden Klima zurechtzukommen. Der Pinguin ist 1 Meter gross und wog anfangs 23 Kilogramm.

Ein gesundes Männchen kann mehr als 45 Kilogramm wiegen. Das Ministerium erklärte, dass sich seine Bemühungen auf die Rehabilitierung des Pinguins konzentrierten. Auf die Frage, ob der Pinguin möglicherweise in die Antarktis zurückgebracht werden könnte, antwortete das Ministerium, dass «die Möglichkeiten noch geprüft werden». Der Klimawandel verändert zunehmend die Lebensräume arktischer und antarktischer Arten.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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