Massiver Protest in Spanien fordert sofortigen Schutz für den Iberischen Wolf
Mehr als 170 Organisationen lehnen dessen Streichung von der Liste geschützter Arten ab und beklagen einen Rückschritt im Umweltschutz in Spanien.
Eine grosse Demonstration, an der Menschen aus ganz Spanien teilnahmen, zog am Sonntag, dem 22. Juni 2025, durch die Strassen Madrids, um den sofortigen Schutz des Iberischen Wolfes zu fordern.
Tausende Menschen prangerten den schwerwiegenden Gesetzesrückschlag an, den das Abgeordnetenhaus kürzlich verabschiedet hatte und der diese wichtige Tierart erneut zum Jagdobjekt macht.
Unter dem Motto „Lebendiger und geschützter Wolf“ zog die Demonstration, die um 12:30 Uhr in Atocha begann, durch das Zentrum Madrids zum Schutz dieser für das Gleichgewicht unserer Ökosysteme so wichtigen Art: des Wolfes, eines missverstandenen, ungerechtfertigt verfolgten und seit Jahrzehnten zum politischen Instrument missbrauchten Tiers. Menschen aus ganz Spanien beteiligten sich an dem Marsch und erhoben ihre Stimme gegen die Tötung von Wölfen.
Am 20. März 2025 hob eine von der Volkspartei unterstützte Parlamentsmehrheit den nationalen Schutz des Wolfes durch einen Gesetzestrick auf, der wissenschaftliche Kriterien und gesetzlich festgelegte Verfahren ignorierte. Dieser Umstand wurde am Sonntag aufgrund der unbegründeten politischen Entscheidung angeprangert, die eine Änderung der Umweltvorschriften auf Druck verschiedener Sektoren beinhaltet und somit einen schwerwiegenden Präzedenzfall für den Naturschutz darstellt.
NGOs bedauern, dass der Konflikt, anstatt den Artenschutz und das Zusammenleben zu unterstützen, erneut durch die Tötung von Wölfen manipuliert wird. Zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Populationen der Art weder erholt haben, noch eine echte Koexistenz erreicht wurde.
Die organisierenden Organisationen können nicht zulassen, dass der Wolf wie in der Vergangenheit erneut verfolgt und gejagt wird, da diese Art ein Schlüsselelement fragiler Ökosysteme ist, die allen notwendigen Schutz benötigen, und ihre Verteidigung als Erbe der gesamten Gesellschaft unsere Pflicht ist.
Auf der Demonstration forderten die Tierschützer ein sofortiges Ende der Wolfsjagden, die in Galicien von den Gerichten gestoppt wurden, in autonomen Gemeinschaften wie Kantabrien und Asturien jedoch trotz der von der Zivilgesellschaft angestrengten Rechtsmittel bereits durchgeführt wurden.
Gemeinsam und mit grossen Transparenten forderten sie die Wiederaufnahme des Iberischen Wolfes in die Liste der besonders geschützten Wildarten (LESPRE) und darüber hinaus die Einhaltung der Habitatrichtlinie der Europäischen Union, damit sich der Wolf in den ausgestorbenen Gebieten weiter erholen kann.
Unter den geäusserten Forderungen wurde insbesondere die Notwendigkeit der Genehmigung von Schutzplänen für die Art betont, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und zudem eine effektive Verfolgung von Wilderei und Vergiftung ermöglichen. Sie forderten ausserdem Programme, die das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Art und ihre unersetzliche ökologische Rolle in unseren Ökosystemen schärfen. Sie forderten zudem Programme, die die Verbreitung von Falschmeldungen und falschen Vorstellungen verhindern und die Gesellschaft stattdessen mit seriösen, fundierten und wahrheitsgetreuen Informationen über die Art, ihr Verhalten und ihre Bedeutung versorgen. Schliesslich forderten die Protestierenden, dass die Behörden diese Art wertschätzen und sich für das Überleben und den Schutz der Wölfe einsetzen.
Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

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