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Kriminalität & Jagd

Walliser Wildhüter soll Steinadler misshandelt haben

Ein Walliser Wildhüter soll 2018 zwei Steinadler misshandelt haben. Das Kantonsgericht sprach ihn frei, die Staatsanwaltschaft zieht ans Bundesgericht.

Redaktion Wild beim Wild · 24. Februar 2023

Steinadler gefesselt und misshandelt

Ein Walliser «Wildhüter» soll 2018 zwei Steinadler misshandelt haben. Das Kantonsgericht sprach ihn frei, doch die Staatsanwaltschaft zieht den Fall ans Bundesgericht weiter.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem «Wildhüter» vorgeworfen, zwei Adler ohne Bewilligung gehalten und misshandelt zu haben. Er fesselte sie mit einem Metallband in seinem Stall und posierte mit ihnen im Auto.

Verschworene Gruppe toleriert Wilderei

Glaubt man den Aussagen der Zeugen, gibt es unter den 25 Berufswildhütern und 118 Hilfswildhütern sowie den 3’000 Hobby-Jägern eine verschworene Gruppe: Sie toleriere das Wildern von Beutegreifern und fördere dies gar. Ein Hobby-Jäger berichtete, der Wildhüter habe ihn aufgefordert, Luchse zu schiessen. «Er sagte, es sei unsere Aufgabe, die Raubtiere im Wallis auszurotten.» Mehr zum Thema Kriminalität und Jagd.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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