16.10.2026, 21:51

Suchen

Jagd

Schweden: In 7 Tagen bisher 51 Wölfe erlegt

Die Wolfsjagd begann am 2. Januar und dauert bis längstens 15. Februar.

Redaktion Wild beim Wild · 10. Januar 2023

51 von 75 Wölfen getötet

Am siebten Tag der Wolfsjagd in Schweden wurden fünf Wölfe erlegt.

Damit haben die Trophäenjäger aus dem In- und Ausland bisher 51 der 75 Wölfe getötet, die nach dem Willen der schwedischen Behörden im Rahmen dieser umstrittenen Hobby-Jagd getötet werden sollen.

Mit 75 Wölfen auf der Abschussliste ist dies die grösste Wolfsjagd der Neuzeit in Schweden. Mehrere Naturschutzorganisationen äusserten sich kritisch dazu.

Tragische Folgen für die Population

«Es ist tragisch. Es könnte noch für lange Zeit Folgen haben», sagte Daniel Ekblom von der Wildtiermanagementorganisation Nature Conservation Society in Gävleborg.

Die diesjährige Jagd umfasst 12,5 Gebiete in den fünf Provinzen mit der höchsten Wolfsdichte: Gävleborg, Dalarna, Västmanland, Örebro und Värmland.

Die Wolfspopulation Schwedens wird heute auf maximal 460 Individuen geschätzt. Wissenschaftler sind sich einig, dass mindestens 300 bis 500 Individuen notwendig sind, um eine lebensfähige Population zu erhalten. Der Bedarf könnte sogar doppelt so hoch sein. Die niedrigere Zahl setzt nämlich voraus, dass die Wölfe kontinuierlich aus Finnland zuwandern, um der Inzucht entgegenzuwirken. Die Hobby-Jagd scheitert als Populationskontrolle.

Sie können mit Barmherzigkeit allen Tieren und unserem Planeten helfen. Wählen Sie Mitgefühl auf Ihrem Teller und in Ihrem Glas. Go vegan.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Wildtiere brauchen eine Stimme

Einmal pro Woche: Recherchen, Petitionen und Hintergründe zur Hobby-Jagd. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden →