Das meiste Wildfleisch kommt aus dem Ausland
Der grösste Teil des in der Schweiz verkauften Wildfleisches ist importiert. In den letzten Jahren ist der Inlandanteil stetig leicht gestiegen und lag 2022 auf dem Rekordwert von 38,4 %. Der Grossteil des Importwilds kommt aus Europa.

Schweizer Hobby-Jagd deckt Bedarf nicht
Herbstzeit ist Wildzeit: Das Wildfleisch findet fast ausschliesslich in den letzten vier Monaten des Jahres seinen Platz auf den Schweizer Tellern.
Das Fleisch im Detailhandel stammt jedoch nicht aus der Schweizer Hobby-Jagd. Die Erträge dafür sind zu klein, das Aas konsumieren die Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger selbst, verkaufen es direkt oder es kommt in die Gastronomie.

Anzahl Zuchttiere deutlich gestiegen
Das Fleisch im Detailhandel stammt aus Zuchten. Die Schweizer Züchterinnen und Züchter halten Sika-, Damm- und Rothirsche, vereinzelt gibt es auch Rentier-Zuchten. Die Anzahl der gezüchteten Tiere in der Schweiz ist über die letzten Jahre gestiegen, so verdoppelte sich etwa die Anzahl der Dammhirsche in den letzten 20 Jahren auf über 10’000 Tiere.
Hohe Hürden für die Züchter
Die Gründe, weshalb das Schweizer Wildfleisch nach wie vor in der Minderheit ist und eine Nischenproduktion bleibt, sind vielfältig. So lag der Pro-Kopf-Konsum von Wild im vergangenen Jahr bei 480 Gramm und damit ist der Wildkonsum grundsätzlich eine Nische.
Hirsche gelten zwar bereits seit den 1990er-Jahren als landwirtschaftliche Nutztiere, aber gleichzeitig als Wildtiere. Deshalb werden zur Haltung eine fachspezifische Ausbildung sowie eine Wildtierhaltebewilligung benötigt.
Österreich ist Importland Nr. 1
Die Importe kommen zum Grossteil aus Europa. So importierte der Handel im Jahr 2022 gemäss dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit aus Österreich 696 Tonnen Wildfleisch (ohne Wildschweine und Hasen), aus Slowenien 549 und aus Deutschland 490 Tonnen. Aus Übersee sticht das traditionelle Wild-Exportland Neuseeland mit 378 Tonnen Wildfleisch hervor.
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