Artenschutz: Elefanten, Jaguare und Haie profitieren
Angesichts des raschen Rückgangs vieler Tiere weltweit haben sich Vertreter von über 100 Staaten für einen besonders starken Artenschutz von zehn Arten ausgesprochen. Eine Million Tier- und Pflanzenarten werden UN-Schätzungen zufolge in den kommenden Jahrzehnten aussterben. Tierschützer sagen, dass der Mensch für die genannten Arten eine große Gefahr sei – etwa durch Jagd und die
Artenschutz Elefanten, Jaguare und Haie profitieren
Angesichts des raschen Rückgangs vieler Tiere weltweit haben sich Vertreter von über 100 Staaten für einen besonders starken Artenschutz von zehn Arten ausgesprochen.
Eine Million Tier- und Pflanzenarten werden UN-Schätzungen zufolge in den kommenden Jahrzehnten aussterben. Tierschützer sagen, dass der Mensch für die genannten Arten eine große Gefahr sei – etwa durch Jagd und die Zerstörung von Lebensräumen.
Asiatische Elefanten, Jaguare, eine Hai- und mehrere Vogelarten sollen in die höchste Schutzkategorie der Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) aufgenommen werden, wie eine CMS-Sprecherin sagte.
Diesem Beschluss muss das Plenum zum Abschluss der 13. Uno-Konferenz zu dieser Konvention am Samstag in der indischen Stadt Gandhinagar noch offiziell zustimmen. Beobachter erwarten aber nicht, dass sich das Resultat ändern wird. Künftig müssten Mitgliedsländer dann das Töten dieser Tiere verbieten. Mehrere weitere Arten sollen in die zweithöchste Liste aufgenommen werden. Die entsprechenden Länder müssten dann für ihren Artenschutz stärker zusammenarbeiten.
Ein positives Signal für den Artenschutz
Für den Internationaler Tierschutzfonds (IFAW) ist dies ein gutes Resultat, wie ihr Delegationsleiter bei der Konferenz, Matt Collis, sagte: «Staatsgrenzen existieren nicht für Tiere, deshalb ist es umso wichtiger, dass auch ihr Schutz nicht an der Grenze aufhört.»
Die grössten Bedrohungen für den Asiatischen Elefanten sind laut IFAW Lebensraumzerstörung und -fragmentierung, Wilderei und Mensch-Tier-Konflikte. Jaguare hätten in den vergangenen 100 Jahren rund 40 Prozent ihres Lebensraums verloren, sagte Artenschutzexperte Ralf Sonntag vom IFAW. Und Weissspitzen-Hochseehaie seien zu einer der am stärksten bedrohten Haiarten geworden, weil sie jahrzehntelang stark gefischt wurden. Denn ihre Flossen sind besonders in Teilen Asiens eine beliebte Suppenzutat.
Joyce Msuya, stellvertretende Exekutivdirektorin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, sagte: „Angesichts der beispiellosen Krise des Artenverlusts ist 2020 ein wichtiges Jahr, um die Massnahmen zum Schutz der Arten, zum Schutz der Ökosysteme und zu bedeutenden Fortschritten bei der Erreichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu verstärken.“
Bei der Konvention vertreten sind rund 130 Staaten, darunter die Schweiz, fast alle Staaten Europas und Südamerikas sowie die meisten Staaten Afrikas – nicht dabei sind etwa die USA, China und Russland.
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