Rekordjahr für Bartgeier in der Schweiz
Erstmals erfolgreiche Brut im Kanton St. Gallen – Bestand wächst weiter.
26 Jungvögel, ein neuer Rekord
Die Wiederansiedlung der Bartgeier in der Schweiz erreicht 2025 einen neuen Meilenstein.
Insgesamt 26 Jungvögel sind in diesem Jahr ausgeflogen, so viele wie noch nie seit Beginn des Projekts. Besonders erfreulich: Zum ersten Mal brütete ein Paar erfolgreich im Kanton St. Gallen. Damit gibt es nun Brutpaare in fünf Kantonen.
Graubünden als Hochburg, neue Kantone folgen
Der Löwenanteil des Nachwuchses stammt aus Graubünden, wo 16 Jungtiere das Nest verlassen haben. Im Wallis wurden sieben Jungvögel gezählt, während Bern, Tessin und St. Gallen je einen Ausflug verzeichneten. Fachleute werten diese Zahlen als Beleg dafür, dass sich die Grossvögel zunehmend in der gesamten Alpenregion etablieren.
«Neue Brutgebiete kommen stetig hinzu», heisst es von den Verantwortlichen des Wiederansiedlungsprojekts. «Das zeigt, dass die Schweizer Alpen den Bartgeiern weiterhin gute Lebensbedingungen bieten.» In den kommenden Jahren rechnen Fachleute auch in der Zentralschweiz mit ersten Brutpaaren.
Beobachtungstage und genetische Vielfalt
Um die Verbreitung und Populationsgrösse weiterhin genau zu dokumentieren, finden wie jedes Jahr im Herbst die Bartgeier-Beobachtungstage statt. Die Organisatoren setzen dabei auf die Mithilfe zahlreicher Freiwilliger.
Trotz des grossen Erfolgs sehen Fachleute weiterhin Handlungsbedarf. Die genetische Vielfalt der Schweizer Bartgeierpopulation bleibt begrenzt. Deshalb sollen auch künftig weitere Vögel genetisch geeigneten Linien ausgewildert werden, um das langfristige Überleben der Art zu sichern.
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