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Wildtiere

Rekordjahr für Bartgeier in der Schweiz

Erstmals erfolgreiche Brut im Kanton St. Gallen – Bestand wächst weiter.

Redaktion Wild beim Wild · 26. September 2025

26 Jungvögel, ein neuer Rekord

Die Wiederansiedlung der Bartgeier in der Schweiz erreicht 2025 einen neuen Meilenstein.

Insgesamt 26 Jungvögel sind in diesem Jahr ausgeflogen, so viele wie noch nie seit Beginn des Projekts. Besonders erfreulich: Zum ersten Mal brütete ein Paar erfolgreich im Kanton St. Gallen. Damit gibt es nun Brutpaare in fünf Kantonen.

Graubünden als Hochburg, neue Kantone folgen

Der Löwenanteil des Nachwuchses stammt aus Graubünden, wo 16 Jungtiere das Nest verlassen haben. Im Wallis wurden sieben Jungvögel gezählt, während Bern, Tessin und St. Gallen je einen Ausflug verzeichneten. Fachleute werten diese Zahlen als Beleg dafür, dass sich die Grossvögel zunehmend in der gesamten Alpenregion etablieren.

«Neue Brutgebiete kommen stetig hinzu», heisst es von den Verantwortlichen des Wiederansiedlungsprojekts. «Das zeigt, dass die Schweizer Alpen den Bartgeiern weiterhin gute Lebensbedingungen bieten.» In den kommenden Jahren rechnen Fachleute auch in der Zentralschweiz mit ersten Brutpaaren.

Beobachtungstage und genetische Vielfalt

Um die Verbreitung und Populationsgrösse weiterhin genau zu dokumentieren, finden wie jedes Jahr im Herbst die Bartgeier-Beobachtungstage statt. Die Organisatoren setzen dabei auf die Mithilfe zahlreicher Freiwilliger.

Trotz des grossen Erfolgs sehen Fachleute weiterhin Handlungsbedarf. Die genetische Vielfalt der Schweizer Bartgeierpopulation bleibt begrenzt. Deshalb sollen auch künftig weitere Vögel genetisch geeigneten Linien ausgewildert werden, um das langfristige Überleben der Art zu sichern.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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