Studie: Wölfe sind sozialer als Hunde
Wölfe sind untereinander sozialer als Hunde, die im Rudel aufgewachsen sind.
Wissenschaftler haben das Verhalten von in Rudelngrossgezogenen Hunden mit dem von Wölfen verglichen. Dabei zeigte sich, dass die soziale Ader bei den wildern Vorfahren deutlich ausgeprägter ist.
Wissenschaftler am Wiener Wolfsforschungszentrum hatten für die Studie sowohl Wölfe als auch Hunde darauf trainiert, mit ihren Schnauzen ein Symbol auf einem Bildschirm zu drücken. Dadurch fiel Nahrung in den benachbarten Käfig eines Artgenossen. Das Tier, das das Symbol drückte, erhielt jedoch nichts.
Bei dem Selbstlosigkeits-Test hatten die Wölfe die Nase vorn, wie die Forscher in der Fachzeitschrift «Plos One» berichten. Zumindest wenn das Tier nebenan aus dem selben Rudel stammte, drückten die Raubtiere häufig das «Geben»-Symbol. War der Wolf nebenan fremd, liess das Interesse allerdings nach.
Hunde dagegen zeigten kaum Interesse daran, ihren Artgenossen etwas zum Fressen zu beschaffen. Dabei spielte es der Studie zufolge keine Rolle, ob sie den Hund nebenan kannten oder nicht.
Geerbt, nicht erlernt
Nach Auffassung der Wissenschaftler legen die Ergebnisse nahe, dass Hunde ihr kooperatives Verhalten nicht durch den Umgang mit Menschen erlernen, sondern von ihren wilden Vorfahren geerbt haben.
«Die Studie zeigt, dass die Domestizierung Hunde nicht unbedingt sozialer gemacht hat». «Vielmehr fördern Toleranz und Grosszügigkeit gegenüber Artgenossen das kooperative Verhalten innerhalb der Gruppe.»
Rachel Dale, Hauptautorin der Studie
Doch Herrchen und Frauchen können beruhigt sein. Die Studie dreht sich um Hunde, die im Rudel aufgewachsen sind. Hunde, die als Haustiere gehalten werden, legten in vergangenen Untersuchungen sehr wohl soziales Verhalten an den Tag.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
Wildtiere brauchen eine Stimme
Einmal pro Woche: Recherchen, Petitionen und Hintergründe zur Hobby-Jagd. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →