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Jagd

PETA: Jagdunfall von Bayern-Boss als Warnung

Lebensgefährliches Hobby: Vor einer Woche verletzte sich Jan-Christian Dreesen bei einem Jagdunfall im österreichischen Brandenberg schwer.  Medienberichten zufolge löste sich auf dem Rückweg zum Auto ein Schuss aus seinem geschulterten Gewehr und traf seine Hand, wodurch der Finanzchef des FC Bayern München einen Finger verlor. PETA hat Dreesen in dieser Woche ein Schreiben mit Wünschen zur

Redaktion Wild beim Wild — 5. Oktober 2017

Lebensgefährliches Hobby: Vor einer Woche verletzte sich Jan-Christian Dreesen bei einem Jagdunfall im österreichischen Brandenberg schwer.

Medienberichten zufolge löste sich auf dem Rückweg zum Auto ein Schuss aus seinem geschulterten Gewehr und traf seine Hand, wodurch der Finanzchef des FC Bayern München einen Finger verlor.

PETA fordert Umdenken

PETA hat Dreesen in dieser Woche ein Schreiben mit Wünschen zur baldigen Genesung zugesandt und bat ihn, künftig gänzlich von der Hobby-Jagd abzusehen. Um die Botschaft zu vermitteln, dass Tiere höchstens mit der Kamera «gejagt» werden sollten, legte die Tierrechtsorganisation zudem ein T-Shirt mit der Aufschrift «Shoot Selfies, Not Animals» als Geschenk bei. PETA fordert ein Verbot der Hobby-Jagd, denn trotz verpflichtender «Jagdausbildung» werden im deutschsprachigen Raum jedes Jahr Dutzende Menschen von Hobby-Jägern getötet, verletzt oder in Gefahr gebracht.

Petition

Keine Luchsabschüsse im Wallis

Der Luchs ist genetisch am Limit, trotzdem soll er als erster Kanton der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden.

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«Wir wünschen Herrn Dreesen eine baldige Genesung und hoffen, dass der Unfall zum Umdenken führt und er künftig keine Tiere mehr tötet», so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. «Genau wie wir Menschen wollen auch im Wald lebende Tiere frei von Angst und Schmerzen leben.»

Hobby-Jagd wissenschaftlich nicht begründbar

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd durch Privatpersonen. Die Hobby-Jagd stört sowohl den Rechtsfrieden als auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Hobby-Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Auch der namhafte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Hobby-Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Hobby-Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet. Ein Beispiel dafür ist der Kanton Genf, in dem die Hobby-Jagd seit 40 Jahren verboten ist. Die Folge: eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen. Der Biologe Dr. Karl-Heinz Loske sieht in der Jagd lediglich ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Hobby-Jäger dient. Als er in jungen Jahren einen Jagdschein machte, wurde ihm schnell klar, dass dies nicht viel mit Natur- und Artenschutz gemein hat. Heute ist Dr. Loske ein anerkannter Experte für Landschaftsökologie, für den die Hobby-Jagd aus ökologischer und moralischer Sicht nicht zu verantworten ist.

Den rund 350’000 Hobby-Jägern in Deutschland stehen nur etwa 1’000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüber.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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