27. Juli 2026, 17:19

Suchen

Tierrechte

Kolumbien verbietet traditionellen Stierkampf

Stierkämpfe haben in Kolumbien eine lange Tradition. Im Mai stimmte das Parlament für ein Verbot. Nun hat Präsident Gustavo Petro ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet.

Redaktion Wild beim Wild — 23. Juli 2024

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat am Montag das Gesetz „No Más Olé“ verabschiedet, das den Stierkampf für alle im Land verbietet und im Mai dieses Jahres vom Kongress verabschiedet wurde.

«Wir können der Welt nicht erzählen, dass das Töten von lebenden und fühlenden Wesen zur Unterhaltung Kultur ist», sagte Petro bei einer Zeremonie in einer Stierkampfarena in Bogotá. Er betonte, dass die Zerstörung der Natur das Ende der Menschheit bedeute und dass die Natur Rechte habe, die unabhängig von den Menschen existierten und respektiert werden müssten.

Die Stierkampfarena werde künftig als Bühne für «Kultur, Sport, Leben und nicht Tod» dienen, sagte der Präsident. Für die Umwandlung der Stierkampfarenen in Kultur- und Kunstzentren habe das Land nun drei Jahre Zeit. Die Arbeiter, die ihren Lebensunterhalt mit Stierkämpfen verdienten, müssten umgeschult werden, wobei Verluste so gering wie möglich gehalten werden sollten, fügte Petro hinzu.

Petition

Keine Luchsabschüsse im Wallis

Der Luchs ist genetisch am Limit, trotzdem soll er als erster Kanton der Schweiz zum Abschuss freigegeben werden.

Jetzt unterschreiben →

Stierkämpfe haben in Kolumbien seit der spanischen Kolonialzeit Tradition. In den vergangenen Jahren gab es jedoch wiederholt Proteste von Tierschützern. Kolumbien gehörte zu den acht Ländern, die den Stierkampf als legale Tätigkeit zulassen, zusammen mit Spanien, Portugal, Frankreich, Ecuador, Mexiko, Peru und Venezuela.

LASS UNS IN VERBINDUNG BLEIBEN!

Wir möchten dir gerne die neuesten Neuigkeiten und Angebote im Newsletter zukommen lassen.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden