Hunderte demonstrieren für Wolfsschutz in Bern
Der Bundesplatz lebte am Samstag, 27. September 2025: Mehrere hundert Menschen gingen auf die Strasse, um ein starkes Zeichen für den Schutz der Wölfe in der Schweiz zu setzen. Unter dem Motto «Stoppt das Wolfs-Massaker» protestierten Tierschutz- und Umweltorganisationen und Bürger gegen die immer weiter ausgedehnten Wolfsabschüsse.
Die Stimmung war kämpferisch, aber friedlich.
Plakate mit Slogans wie «Koexistenz statt Kugeln» und «Wölfe schützen statt schiessen» bestimmten das Bild.
Zahlreiche Teilnehmer trugen Wolfs-Masken oder hielten symbolische Wolfsfiguren in die Höhe – ein klares Symbol für die Solidarität mit dem Beutegreifer, der lange Zeit in der Schweiz ausgerottet war und erst mühsam zurückgekehrt ist.
„Wölfe sind kein Problem, sondern Teil der Lösung. Sie regulieren Wildbestände, stärken das Ökosystem und gehören in unsere Berge», sagte eine Sprecherin. Die Organisatoren kritisierten scharf, dass der Bund und mehrere Kantone lieber auf Gewehrläufe als auf Herdenschutzmassnahmen setzen.
Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass Herdenschutz, Aufklärung und gezielte Präventionsmassnahmen erfolgreicher und nachhaltiger sind als pauschale Abschüsse. Für viele Demonstrierende ist das Töten ganzer Rudel nicht nur ökologisch unsinnig, sondern auch ethisch unvertretbar. «Wir wollen eine Landwirtschaft, die mit der Natur arbeitet – nicht gegen sie», sagte ein Teilnehmer.
Mit der Demo in Bern wurde deutlich: Immer mehr Menschen in der Schweiz möchten nicht tatenlos zusehen, wie ein geschütztes Wildtier systematisch bekämpft wird. Die Wölfe haben in Bern ihre menschlichen Verbündeten gefunden – und der Protest hat erst begonnen.
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