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Jagd

Geschützter Fischotter zur Jagd freigegeben

Dabei bringen die Abschüsse von Fischottern den Teichwirten wenig. Wird in einem Revier ein Fischotter entnommen, dauert es meist nicht lange, bis ein anderer Otter das frei gewordene Revier wieder besetzt.

Redaktion Wild beim Wild — 20. August 2023

Wassermarder zum Abschuss freigegeben

Die Entscheidung, den Fischotter zum Abschuss freizugeben, hat in der Bevölkerung eine hitzige Debatte ausgelöst.

In Landkreisen der Oberpfalz, aber auch in Niederbayern darf der kleine Wassermarder nun von Hobby-Jägern getötet werden.

Umweltschützer und Naturliebhaber sind empört über diese Massnahme. Sie argumentieren, dass der Fischotter eine geschützte Art ist und dass die Hobby-Jagd auf dieses Tier einen gefährlichen Präzedenzfall schafft.

Die Deutsche Umwelthilfe ist über diese Nachricht entsetzt und hat in den Medien angekündigt, gegen dieses Vorgehen zu klagen. Sabrina Schulz von der Deutschen Umwelthilfe bezeichnet das Vorgehen als rechtswidrig. Denn der kleine Fischotter geniesse europaweiten Schutz.

Fiasko für den Artenschutz

Statt das Tier einfach zum Abschuss freizugeben, könnten Zäune oder so genannte Ablenkteiche die Gewässer schützen. So könnten die Tiere nicht mehr in die Seen und Teiche gelangen.

«Wir merken, dass das Thema die Menschen bewegt. Fischotter gehören zu Bayern wie Alpenpanorama und Lederhosen. Sie sind streng geschützt, Markus Söder hat wohl den Schuss nicht gehört», sagt Moritz Klose, Wildtierexperte beim WWF Deutschland.

Geltendes Artenschutzrecht missachtet

Klose sagt: «Mit der Generalvollmacht für die willkürliche Entnahme von Ottern setzt die bayerische Staatsregierung diesen Erfolg nun aufs Spiel. Es ist zudem das erste Mal, dass sich eine Landesregierung so deutlich über geltendes Artenschutzrecht hinwegsetzt.»

Link zum Eil-Appell: Rettet die bayerischen Otter! | WWF

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