Geschützter Fischotter zur Jagd freigegeben
Dabei bringen die Abschüsse von Fischottern den Teichwirten wenig. Wird in einem Revier ein Fischotter entnommen, dauert es meist nicht lange, bis ein anderer Otter das frei gewordene Revier wieder besetzt.
Wassermarder zum Abschuss freigegeben
Die Entscheidung, den Fischotter zum Abschuss freizugeben, hat in der Bevölkerung eine hitzige Debatte ausgelöst.
In Landkreisen der Oberpfalz, aber auch in Niederbayern darf der kleine Wassermarder nun von Hobby-Jägern getötet werden.
Umweltschützer und Naturliebhaber sind empört über diese Massnahme. Sie argumentieren, dass der Fischotter eine geschützte Art ist und dass die Hobby-Jagd auf dieses Tier einen gefährlichen Präzedenzfall schafft.
Die Deutsche Umwelthilfe ist über diese Nachricht entsetzt und hat in den Medien angekündigt, gegen dieses Vorgehen zu klagen. Sabrina Schulz von der Deutschen Umwelthilfe bezeichnet das Vorgehen als rechtswidrig. Denn der kleine Fischotter geniesse europaweiten Schutz.
Fiasko für den Artenschutz
Statt das Tier einfach zum Abschuss freizugeben, könnten Zäune oder so genannte Ablenkteiche die Gewässer schützen. So könnten die Tiere nicht mehr in die Seen und Teiche gelangen.
«Wir merken, dass das Thema die Menschen bewegt. Fischotter gehören zu Bayern wie Alpenpanorama und Lederhosen. Sie sind streng geschützt, Markus Söder hat wohl den Schuss nicht gehört», sagt Moritz Klose, Wildtierexperte beim WWF Deutschland.
Geltendes Artenschutzrecht missachtet
Klose sagt: «Mit der Generalvollmacht für die willkürliche Entnahme von Ottern setzt die bayerische Staatsregierung diesen Erfolg nun aufs Spiel. Es ist zudem das erste Mal, dass sich eine Landesregierung so deutlich über geltendes Artenschutzrecht hinwegsetzt.»
Link zum Eil-Appell: Rettet die bayerischen Otter! | WWF
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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