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Hobby-Jagd auf Raben und Krähen: Sinnlos

Im Kanton Luzern schiessen Hobby-Jäger auf Raben und Krähen, die Maisfelder schädigen. Doch die Hobby-Jagd löst das Problem nicht, sondern verschärft es.

Redaktion Wild beim Wild · 14. Oktober 2023

Rabenvögel im Visier der Hobby-Jägerschaft

Hobby-Jäger im Kanton Luzern haben nicht nur Wildtiere wie Rehe und Füchse im Visier, sondern auch Raben und Krähen.

Diese Vögel richten Schäden auf den Feldern der Landwirte an, insbesondere an angebautem Mais. Die Raben und Krähen ernähren sich von den gesäten Maispflanzen und können aufgrund ihres Verhaltens erhebliche Ernteausfälle verursachen, schreibt zentralplus.ch.

Gewaltfreie Lösungen existieren

Es gibt jedoch auch gewaltfreie Lösungen zur Abschreckung der Raben. Zum Beispiel können Attrappen wie Fake-Uhus oder aufblasbare Vogelscheuchen aufgestellt werden, um die Vögel zu vertreiben. Akustische Schreckanlagen mit Lautsprechern und die Ausstreuung von Rabenfedern auf den Feldern können ebenfalls wirksam sein. Es ist wichtig, verschiedene Methoden abwechselnd einzusetzen, da die Rabenvögel schnell lernen, die Taktiken der Menschen zu erkennen.

Bejagung ist kontraproduktiv

Es bleibt abzuwarten, ob die militanten Massnahmen der Hobby-Jäger langfristig erfolgreich sein werden oder ob die Rabenvögel neue Wege finden, um den Schutzmassnahmen zu entkommen. Das Genfer Modell zeigt, dass ein Wildtiermanagement ohne Hobby-Jagd funktioniert.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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