Thurgau erhält Wildtierbrücke über die A1
Der Kanton Thurgau erhält eine neue Wildtierbrücke über die A1. Das Bauwerk soll die zerschnittenen Lebensräume der Wildtiere wieder verbinden.
Der Regierungsrat hat den Projektauftrag «Bauprojekt Wildtierüberführung A1 Wängi Wildtierkorridor TG12» inklusive einer 50 Meter breiten Grünbrücke genehmigt.
Mit dem Bau des Teilstücks der Autobahn A1 bei Wängi 1969 wurde der südliche Thurgau ökologisch vom Rest des Kantons abgetrennt. Die Wanderrouten von Wildtieren wurden weitgehend unterbrochen. Die Populationen lokal und überregional vorkommender Arten wurden getrennt. Aufgrund der neuerlichen Entwicklung der Wildbestände und der Ausbreitung einiger Wildsäugerarten, namentlich Rothirsch, Luchs und teilweise Gämse, hat sich der Bedarf zur Behebung von Wanderhindernissen zusätzlich akzentuiert. In Zukunft muss vermehrt auch den Ansprüchen von weit wandernden Wildsäugern Rechnung getragen werden.
Deshalb hat der Regierungsrat im Mai ein Vorprojekt genehmigt. Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Vorprojekt sollen nun als Kernmassnahme eine 50 Meter breite Wildtierüberführung (Grünbrücke) gebaut und ergänzende funktionale Massnahmen zur Verbesserung der Vernetzung realisiert werden, was in das «Bauprojekt Wildtierüberführung A1 Wängi Wildtierkorridor TG12» mündet.
Für das gesamte Massnahmenpaket soll ein Auftrag für ein Bauprojekt erteilt werden. Zudem soll das Projekt einer Wildtierüberführung über die A1 zeitlich mit der Unterhaltsplanung der Sanierung der A1 abgestimmt werden. Die Gesamtinvestitionskosten betragen je nach Materialisierungsvariante 7’944’000 bis 8’394’000 Franken. Ein Teil der finanziellen Mittel soll dabei aus dem Biodiversitätsfonds stammen.
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