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Tierwelt

Kanton Bern: 2019 war ein ruhiges Wolfsjahr

Der Kanton Bern über die Wolfsrisse an Nutztiere im Jahr 2019 informiert. Im vergangenen Jahr wurden deutlich weniger Nutztiere von einem Wolf gerissen als in den Vorjahren. Bei vier Vorfällen riss ein Wolf (M 76) sechs Nutztiere. Zum Vergleich: 2018 wurden 30 Nutztiere gerissen, 2017 waren es 65. In jenen Jahren rissen verschiedene Wölfe Nutztiere.

Redaktion Wild beim Wild — 25. Februar 2020

Der Kanton Bern über die Wolfsrisse an Nutztiere im Jahr 2019 informiert.

Im vergangenen Jahr wurden deutlich weniger Nutztiere von einem Wolf gerissen als in den Vorjahren. Bei vier Vorfällen riss ein Wolf (M 76) sechs Nutztiere. Zum Vergleich: 2018 wurden 30 Nutztiere gerissen, 2017 waren es 65.

In jenen Jahren rissen verschiedene Wölfe Nutztiere. Bei drei der vier Vorfälle im 2019 waren die Nutztiere nicht geschützt. Bei einem Vorfall waren die Tiere zwar eingezäunt, der Zaun entsprach aber nicht den Vorgaben des Herdenschutzes.

Wie viele Wölfe im 2019 im Kanton Bern unterwegs waren, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Aufgrund von Beobachtungen und Rissen kann davon ausgegangen werden, dass es sicher zwei, möglicherweise aber auch vier Wölfe waren.

Am besten dokumentiert sind die Aktivitäten des Wolfsrüden M 76 im oberen Emmental und der Gegend um den Brienzergrat. Meldungen und genetische Nachweise lassen darauf schliessen, dass im gleichen Gebiet keine weiteren Wölfe unterwegs waren. M 76 lebt seit drei Jahren in diesem Gebiet.

Alle Meldungen von Wolfsbeobachtungen werden auf ein mögliches auffälliges Verhalten des Tieres hin beurteilt. Die im letzten Jahr gemeldeten Ereignisse konnten aufgrund der definierten Kriterien alle als unauffälliges Verhalten eingestuft werden.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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