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Kriminalität & Jagd

Export namibischer Elefanten möglicherweise illegal

Internationale Naturschützer bezeichnen die Ausfuhr von 42 wilden Elefanten aus Namibia als möglicherweise illegal. Experten sind besorgt.

Redaktion Wild beim Wild — 4. Oktober 2021

Internationale Naturschützerinnen, Naturschützer und Wildtierexperten bezeichnen die Ausfuhr von 42 wilden Elefanten aus Namibia als möglicherweise illegal.

Verstoss gegen CITES

In einer Pressemitteilung erklärten Tierschutzorganisationen, dass Namibias Elefantenexporte gegen die internationalen Regeln des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) verstossen.

Humane Society International, die Franz Weber Stiftung, Born Free Foundation und fünf weitere Organisationen haben die namibischen Behörden aufgefordert, die Elefantenexporte sofort zu stoppen.

«Obwohl wir die Identität der Käufer noch nicht kennen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Namibia beabsichtigt, die Tiere in ausländische Zoos zu exportieren, was eine lebenslange Gefangenschaft für die exportierten Tiere und einen möglichen Zusammenbruch der fragilen, an die Wüste angepassten Elefantenpopulation in Namibia bedeuten würde», sagte Vera Weber, Präsidentin der Franz Weber Stiftung.

Namibia gibt gefährliches Beispiel

Der Fang und Export von namibischen Elefanten sollte aus rechtlichen und ethischen Gründen sofort gestoppt werden, so die Organisationen.

Dr. Mark Jones, Leiter der Politikabteilung der Born Free Foundation, bezeichnete Namibias Auslegung der Vorschriften für den Export von Wildtieren als «zweifelhaft», da sie «ein Schlupfloch schaffe, das ihrem Zweck diene.»

Gefangennahme ist grausam

«Afrikanische Elefanten sind intelligente, empfindungsfähige Tiere mit einer hoch entwickelten emotionalen Komplexität und starken sozialen und familiären Bindungen, die ein Leben lang halten», sagte Jeff Flocken, Präsident der Humane Society International.

«Es ist eine skrupellose Grausamkeit, diese Wildtiere einer brutalen und traumatischen Gefangenschaft auszusetzen, sie von ihren Familien zu trennen und sie zu lebenslanger Gefangenschaft zu verurteilen, nur um sich mit Menschen zu vergnügen.»

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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