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Jagd

Jeder Dritte Betrieb schummelt bei Wildbret-Deklaration

Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit überprüften in Graubünden und dem Kanton Glarus stichprobenweise, ob über die Herkunft des Wildbrets wahrheitsgetreu informiert wird.

Redaktion Wild beim Wild — 21. Dezember 2023

Wildsaison mit falscher Herkunft

Der September markiert nicht nur den Beginn des Herbstes, sondern auch der Hobby-Jagd- und Wildsaison.

Doch nicht jedes angebotene Wildbret in der Südostschweiz stammt aus heimischer Hobby-Jagd oder Zucht.

38 Prozent der Betriebe mit Mängeln

Von 34 kontrollierten Lebensmittelbetrieben in den Kantonen Graubünden und Glarus sind bei 13 (38 %) Mängel festgestellt worden.

In sieben Fällen wurde fälschlicherweise eine Schweizer oder regionale Herkunft vorgegeben, obwohl das Wildfleisch aus dem Ausland stammte. In fünf Fällen wurde statt dem Herkunftsland, wo das Tier erlegt wurde, lediglich «EU» angegeben. Ein Betrieb konnte die von ihm behauptete Herkunft des Fleisches aufgrund fehlender Unterlagen nicht beweisen.

Verschärfte Kontrollen angekündigt

Die Überprüfung fand im September und Oktober statt und konzentrierte sich auf Restaurants, die während der Hobby-Jagdsaison mit Wildgerichten warben. Dabei wurde die behauptete Herkunft des Fleisches anhand der Angaben auf Lieferscheinen und etikettierter Ware überprüft.

Wegen des «unbefriedigenden» Ergebnisses werde die Deklaration der Fleischherkunft während der Hobby-Jagdsaison nun verstärkt kontrolliert, kündigten die Behörden an.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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