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Kriminalität & Jagd

Hobby-Jäger töten Hirsch auf dem Grundstück von Star-Regisseur

Zwei Hobby-Jäger drangen mit ihrer Hundemeute auf das Anwesen des Regisseurs ein und erstachen einen Hirsch vor den Augen seiner Mutter, im Januar 2026 wurden sie verurteilt.

Redaktion Wild beim Wild — 24. Februar 2025

Demnach seien die Hobby-Jäger auf das Grundstück der Mutter von Luc Besson in Orne in der Normandie in Frankreich eingedrungen, nachdem ein von ihren Hunden gejagter Hirsch auf der Terrasse Zuflucht gefunden hatte und dann gestürzt war.

Nach Angaben des Filmemachers wurde das Tier vor den Augen seiner 85-jährigen Mutter «mit Messern abgeschlachtet».

Hirsch auf der Terrasse mit Messer getötet

Die ökologischen Massenkiller packten das völlig verängstigte Tier am Geweih und töteten es mit einem Messer. Die Killer stossen dem sterbenden Hirsch immer wieder in den Bauchraum, bis er verblutete. Das Tierschutzproblem der Hobby-Jagd zeigt sich hier in seiner ganzen Brutalität.

Luc Besson ist empört und verurteilt diese Praktiken, die er als «Schlachterei» bezeichnet. Er beharrt darauf, dass er sich seit Jahren weigert, die Hobby-Jagd auf seinem Anwesen zuzulassen. «Ich habe nichts gegen Hobby-Jäger, aber ich möchte, dass Hirsche zumindest einen sicheren Rückzugsort haben», sagte er.

Luc Besson kündigte an, die Täter der Tat strafrechtlich zu verfolgen und protestierte gegen das Verhalten der Hobby-Jäger. «Schande über sie, das ist keine Jagd!», sagte er und erinnerte daran, dass diese Eingriffe in sein Eigentum immer wieder vorkommen. Mehr zu Kriminalität im Umfeld der Hobby-Jagd.

Kontroverse um Hetzjagd mit Hunden in Frankreich

Dieser neue Vorfall entfacht die Kontroverse um die Hobby-Jagd mit Hunden in Frankreich erneut. Im vergangenen Januar prangerte auch Tom Arthus-Bertrand, Sohn des Fotografen Yann Arthus-Bertrand, ähnliche Praktiken auf seinem Land an und startete eine Petition zum Verbot dieser Form der Hobby-Jagd. Wie Studien belegen, scheitert die Hobby-Jagd als Populationskontrolle.

Nachtrag: Schuldspruch, Berufung und ein neuer toter Hirsch

Das Strafgericht Argentan hat die beiden Hobby-Jäger, 33 und 41 Jahre alt, am 20. Januar 2026 schuldig gesprochen. Sie hatten unerlaubt auf fremdem, eingefriedetem Grund gejagt und dabei verbotene Mittel eingesetzt. Das Gericht entzog ihnen den Jagdschein für ein Jahr, verpflichtete sie zu einem Kurs des Office français de la biodiversité (OFB) zu Jagdrecht und Sicherheit und verhängte Geldbussen von 1’200 und 600 Euro. Zudem müssen sie den Nebenklägern gemeinsam 3’000 Euro Schadenersatz zahlen. Luc Besson und seine Mutter erhielten den verlangten symbolischen Euro.

Bemerkenswert ist die Begründung: Nach Auffassung des Gerichts war der Hirsch nicht tödlich verletzt. Die Tötung auf der Terrasse lässt sich damit auch nicht als Erlösung eines sterbenden Tieres rechtfertigen. Bessons Mutter sagte nach dem Urteil, sie hätte sich eine deutlich härtere Strafe gewünscht. Im Februar 2026 legte einer der beiden Männer Berufung ein. Besson nannte das öffentlich beschämend.

Der Konflikt um den Rückzugsort ist damit nicht beendet. Im September 2026 veröffentlichte Besson das Foto eines kopflosen Hirsches vor seinem Haus, der Hobby-Jägerverband der Orne weist jede Verantwortung zurück. Mehr dazu in unserem Artikel «Kopfloser Hirsch bei Luc Besson: Hobby-Jägerverband widerspricht dem Regisseur». Die Vorgeschichte des Streits dokumentiert «Frankreich: Ökologische Massenmörder verlieren Prozess».

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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