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Jagd

Italien: Keine Hobby-Jagd mehr im Val Grande

Im Val Grande wird von nun an nicht mehr geschossen, um Platz für Vögel und Säugetiere aller Art zu schaffen, die, was nicht verwundert, bereits neue Nistplätze gefunden haben.

Redaktion Wild beim Wild — 1. Oktober 2024

Das Val Grande ist ein Naturpark in den norditalienischen Alpen, nahe der Schweiz.

Als der Nationalpark Val Grande im Jahre 1992 offiziell gegründet wurde, ahnte vermutlich noch niemand, welch wichtige Rolle die Naturlandschaft schon bald für den Tourismus am Lago Maggiore spielen würde. Denn hier wurde im Hinterland des Piemont direkt am Lago Maggiore das grösste Wildnisschutzgebiet von Italien erschaffen. Sogar in der gesamten Alpenregion ist der Val Grande nicht an Grösse zu übertreffen.

Mit der Industrialisierung ergab sich eine Abwanderung aus den Bergtälern, und die Alpwirtschaft wurde bereits stellenweise aufgegeben. Im Val Grande wurde 1969 die letzte Alp der Natur überlassen.

Im westlichen Teil des Parks liegt seine namengebende Kernzone, das schwer zugängliche Val Grande, wo jetzt auch Hobby-Jäger und Fischer nicht mehr erwünscht sind. Der östliche Teil besteht aus dem offeneren Val Pogallo und einigen angrenzenden Gebieten.

Eine Enklave unberührter Natur, eine Oase wilder Flora und Fauna, die auf Schritt und Tritt Faszination und Spannung bietet.

Das Val Grande erscheint neu wie ein Akt des Friedens, der im Kontext eines permanenten Konflikts zwischen Mensch und Umwelt besiegelt wurde.

Das „neue“ Val Grande, das jahrhundertelang in Privatbesitz war und als Fischerei-Tal und historisches Jagdparadies genutzt wurde, erlebt seine „Rückverwandlung“ für die öffentliche Nutzung.

Ein Geschenk an die Gemeinschaft, die in den Genuss einer allseitigen Begegnung mit der biologischen Vielfalt kommen wird.

In der Jagdsaison musste man vor allem in der Dämmerung aufpassen, nicht mit Wild verwechselt zu werden. Das ist jetzt Tempi passati. Die Jagd wurde auf dem ganzen Gebiet verboten.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier umfassende Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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