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BAFU lehnt Wolfsregulierung in Glarus ab

Das BAFU lehnt das Gesuch des Kantons Glarus zur Regulierung des Wolfsrudels Kärpf ab. Begründung: ungenügender Herdenschutz.

Redaktion Wild beim Wild · 14. Oktober 2021

Der Bund hat das Gesuch des Kantons Glarus zur Regulierung eines Wolfsrudels aufgrund von Schäden an Nutztieren abgelehnt.

Herdenschutz ungenügend

Er begründet dies mit ungenügendem Herdenschutz. Der Kanton Glarus bedauert diesen Entscheid.

Der Kanton Glarus hat am 21. September 2021 ein Gesuch gestellt, um das Wolfsrudel Kärpf zu regulieren. Nach Ansicht des Kantons hatte das Rudel innerhalb von vier Monaten zehn Nutztiere aus geschützten oder nicht zumutbar schützbaren Situationen gerissen. Der Bund teilt diese Auffassung nicht und beanstandete, dass bei einem der drei Wolfsangriffe der Herdenschutz ungenügend war und somit die getöteten Nutztiere für die Wolfsregulation nicht angerechnet werden können (Medienmitteilung Bundesamt für Umwelt). Die Zustimmung für die Regulierung des Wolfrudels Kärpf um drei der sechs Jungtiere wurde deshalb nicht erteilt. Der Kanton Glarus bedauert diesen Entscheid.

130 bis 150 Wölfe leben in der Schweiz

Gemäss BAFU leben in der Schweiz aktuell rund 130 bis 150 Wölfe in mindestens 13 Rudeln – Tendenz steigend. Da die Schweizer Stimmbevölkerung im Herbst 2020 das revidierte Jagdgesetz abgelehnt hat, passte der Bundesrat im Sommer 2021 die Jagdverordnung an. Dabei wurde die Schwelle für den Abschuss von Wölfen deutlich gesenkt.

So wurde erst Anfang September der Abschuss von drei Jungwölfen im Kanton Graubünden bewilligt. Erstmals angewendet wurde die neue Regelung im Juli im Kanton Wallis: Die Behörden ordneten den Abschuss eines Wolfes an, der zehn Schafe gerissen hatte. Schliesslich wurde er Anfang August geschossen. Es war der erste offizielle Abschuss nach den neuesten Regeln.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

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